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Stein auf Stein für neues Heim in Kramsach

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Versenkten die Zeitkapsel: Attila Markovic (Pflegedienstleiter), Florian Raggl (Communalp), Manfred Lechner (Strabag), BM Bernhard Zisterer, Ilse Knauer (mobiler Pflegedienst) und Heimleiter Gerold Stock (v. l.).
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Kramsach – Die Kräne schwingen bereits neben dem Wohn- und Pflegeheim in Kramsach, gestern griffen Vertreter von Heim, Gemeinde und Baufirmen selbst zur Schaufel und versenkten als Grundstein eine Zeitkapsel in Beton. Bis Weihnachten soll mit einem Ausbau ein Servicezentrum für pflegerische Angelegenheiten entstehen. 6,5 Mio. Euro nimmt die Gemeinde dafür in die Hand, BM Bernhard Zisterer rechnet für das „Zentrum, um das uns viele beneiden“, mit Bundes- und Landesmitteln in der Höhe von rund drei Mio. Euro.

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Die Strabag verbaut u.a. 1700m³ Beton und 200 Tonnen Stahl. Der Entwurf stammt vom Architekturbüro DinA4, den Gemeindeentwicklungsprozess betreut Communalp.
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„In vielen Gemeinden ist betreutes Wohnen nur eine leere Worthülse, weil die Strukturen drum herum fehlen. Wir haben rund um die Uhr Zugang zu Fachpersonal“, freut sich Heimleiter Gerold Stock über Synergieeffekte. In zwölf betreuten Einheiten können Senioren künftig „selbstbestimmt und eigenständig“ leben, dabei je nach Bedarf u. a. Pflegedienste, Hausnotruf oder Wäscheservice gegen Gebühr in Anspruch nehmen. Die Vergabe erfolgt über die Gemeinde.

Bedarf und Intensität der Pflegebetreuung steigen, schildert Stock. Im Schnitt würden Bewohner heute in die Pflegestufe 4,6 fallen – Stufe 5 wäre Vollpflege. Die Zahl der Heimplätze wird bei 58 bleiben – durch den Zubau aber auf Einzelzimmer umgestellt, „das steigert die Lebensqualität“. Die aktuelle Doppelbelegung sei für Bewohner „durch zunehmende Demenzierung belastend“.

Mit sechs Tagesbetreuungsplätzen sollen pflegende Angehörige unterstützt werden. Bestand und Neubau werden durch ein neues Heimcafé verbunden, zudem soll jede Ebene eine überdachte Terrasse erhalten. Im Sommer 2023 folgt die Adaptierung der Gartenanlage.

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Aktuell betreuen 70 Mitarbeiter 58 Senioren im Wohnheim, 40 im ambulanten Bereich. Das umfangreiche Angebot von Essen auf Rädern über das Heimcafé bis zum Dorftaxi sei nur durch das Engagement von mehr als 100 Ehrenamtlichen möglich, dankte Zisterer. (jazz)


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