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Medwedew und Tsitsipas stehen im Achtelfinale von Melbourne

Die Nummer zwei der Welt zog am Samstag mit einem souveränen 6:4, 6:4, 6:2 gegen den Niederländer Botic van de Zandschulp ins Achtelfinale von Melbourne ein. Stefanos Tsitsipas hatte gegen Benoit Paire deutlich mehr Mühe. Cilic eliminierte Rublew.

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Das Bild täuscht: Daniil Medvedev musste sich für den Sieg nicht zu sehr strecken.
© DAVE HUNT via www.imago-images.de

Melbourne - Medwedew hat nun schon zehn Grand-Slam-Matches in Folge gewonnen. "Natürlich will ich in der vierten Runde nicht aufhören", stellte er dann auch klar. Mit vier weiteren Siegen könnte er dem ersten gleich noch den zweiten Grand-Slam-Triumph folgen lassen - und Djokovic als Nummer 1 ablösen.

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Medwedew, der sich wegen der teilweise überbordenden Emotionen für Nick Kyrgios auch mit dem Publikum in Melbourne angelegt hatte, kratzte charmant die Kurve mit den Fans nach seinem Sieg. "Es ist einfacher gegen einen Kerl aus den Niederlanden in Australien zu spielen als gegen einen Australier", sagte Medwedew schmunzelnd und witzelte in Richtung Publikum: "Jede gute Beziehung muss ihre Aufs und Abs haben."

Tsitsipas hatte eine Verwarnung wegen unerlaubten Coachings bekommen. "Ich war wirklich weit wegen von meinem Coach und mit dem Rücken zu ihm. Darüber konnte ich nur lachen, keine Ahnung woher das kam." Der Grieche bekommt es nun mit Taylor Fritz zu tun. Der als Nummer 20 gesetzte US-Amerikaner rang Roberto Bautista Agut (ESP-15) in fünf Sätzen mit 6:0,3:6,3:6,6:4,6:3 nieder. "Starker Aufschläger mit starken Schlägen. Er hat Waffen", sagte Tsitsipas dazu.

Medwedew und Tsitsipas befinden sich in der gleichen Tableau-Hälfte und könnten im Halbfinale aufeinandertreffen. Auch Olympiasieger Alexander Zverev ist in dieser (stärkeren) Hälfte.

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Am späten Abend sorgte der mittlerweile 33-jährige Marin Cilic für eine Überraschung. Der Kroate, der 2014 die US Open gewonnen hatte, warf den als Nummer 5 gesetzten Russen Andrej Rublew nach 2:36 Stunden mit 7:5,7:6(3),3:6,6:3 aus dem Bewerb. Es hätte sogar noch schneller gehen können, hätte Cilic im dritten Satz eine Möglichkeit zur 4:1-Führung genutzt und Rublew nicht zurück ins Spiel gelassen.

"Ich habe versucht, die ganze Zeit aggressiv zu spielen und das hat sich ausgezahlt", freute sich der Kroate, der zum achten Mal in Australien im Achtelfinale des "Happy Slam" steht. Er trifft jetzt auf den als Nummer 9 gesetzten Kanadier Felix Auger-Aliassime, der zuvor den Briten Daniel Evans glatt in drei Sätzen eliminiert hatte.

Halep mit souveräner Vorstellung

Bei den Frauen zeigte die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Simona Halep ihre gute Form mit einem glatten 6:2,6:1 über Danka Kovinic aus Montenegro. Anders als Mitfavoritin Aryna Sabalenka ist Halep beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison noch ohne Satzverlust. Die Weltranglisten-Zweite Sabalenka gab wie in der ersten und zweiten Runde auch in ihrer dritten Partie den ersten Durchgang ab. Die 23-Jährige aus Belarus drehte ihr Match gegen die Tschechin Marketa Vondrousova und gewann 4:6,6:3,6:1. Diesmal "nur" mit zehn Doppelfehlern, worüber sie tatsächlich froh war. Alles ist relativ, in der Runde davor waren es 19 gewesen.

Alizé Cornet feierte ihren 32. Geburtstag mit dem Einzug ins Achtelfinale, 13 Jahre nach ihrem davor letzten in Melbourne. Die Französin besiegte Tamara Zidansek (SLO-29) nach 2:43 Stunden mit 4:6,6:4,6:2. Nach dem "Happy birthday"-Ständchen des Publikums hatte sie "Gänsehaut". "Ich kann noch gar nicht realisieren, was ich grad erreicht habe", meinte Cornet erfreut. Sie könnte mit einem weiteren Sieg sogar erstmals in ein Major-Viertelfinale einziehen. Und das in einem Jahr, das sie schon als möglicherweise letztes auf der Tour bezeichnet hatte. Allerdings wartet auf sie nun Halep.

Ins Achtelfinale gestürmt ist Ex-French-Open-Siegerin Iga Swiatek. Die erst 20-jährige Polin ließ Darja Kasatkina (RUS) nur fünf Games.

Aus österreichischer Sicht sind die Australian Open nun endgültig vorüber: Der einzige Junior im Bewerb, Jan Kobierski, schied gleich zum Auftakt mit 2.6,4:6 gegen Jakub Mensik (CZE-4) aus. (APA/dpa)


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