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Tiroler Alkolenker lieferte steirischer Polizei gleich zwei Verfolgungsjagden

Stark betrunken entkam ein 64-jähriger Kufsteiner in der Steiermark am Freitagnachmittag einer Polizeikontrolle. Drei Stunden später tauchte er abermals auf – und wurde nach heftigem Widerstand letztlich gefasst.

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Eine Polizeistreife wollte den Lenker bei der Mautstelle des Gleinalmtunnels anhalten, doch der Mann ignorierte die Beamten und stieg aufs Gas. (Symbolfoto)
© ZOOM.TIROL

Kalwang, Kufstein – Ein Tiroler Autofahrer hat Freitagabend in der Steiermark gleich mehrfach für Wirbel gesorgt: Der Mann war betrunken auf der Pyhrnautobahn (A9) in Richtung Süden unterwegs, ignorierte eine Sperre des Gleinalmtunnels und raste durch ihn mit rund 180 km/h vor der Polizei davon. Drei Stunden später tauchte der Mann in der Südsteiermark wieder auf und versuchte auch dort zu flüchten, fuhr auf Polizisten los und widersetzte sich dann der Festnahme, hieß es am Samstag.

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Gegen 17.00 Uhr hatte ein anderer Verkehrsteilnehmer bei der Polizei angerufen und gesagt, dass ein Pkw mit Kufsteiner Kennzeichen auffällig auf der A9 bei Kalwang unterwegs sei. Eine Streife wollte den Lenker daraufhin bei der Mautstelle Gleinalm anhalten, doch der Mann ignorierte die Beamten und stieg aufs Gas. Der Tunnel wurde daraufhin gesperrt und der Fahrer hielt bei der Schrankenanlage des Tunnels an. Noch bevor ein Beamter beim Verdächtigen war, gab der aber wieder Gas und raste in den Tunnel – mit rund 180 km/h, hieß es in der Aussendung der Polizei.

Eine Streife folgte dem Tiroler, der auch die Sperre des Schartnerkogeltunnels ignorierte. Danach war er verschwunden. Gegen 21.00 Uhr tauchte er aber wieder auf und zwar in St. Nikolai ob Draßling im Bezirk Leibnitz, ganz im Süden der Steiermark. Abermals rief ein anderer Verkehrsteilnehmer an und meldete den mittlerweile beschädigten Pkw mit Tiroler Kennzeichen. Drei Polizeistreifen nahmen die Fahndung auf und entdeckten den Lenker in Labuttendorf. Als sie ihn anhalten wollten, fuhr er auf Polizisten los, musste schließlich aber aufgeben – zumindest am Steuer.

Führerscheinabnahme, Waffenverbot, zahlreiche Anzeigen

Seinen Widerstand setzte der Mann nämlich bei der Festnahme fort und verletzte dabei einen Beamten an der Wange. Ein Alko-Vortest ergab einen hohen Wert. Den Test mit dem geeichten Alkomat verweigerte der 64-Jährige dann. Der Führerschein wurde ihm abgenommen und auch ein vorläufiges Waffenverbot wurde ausgesprochen, da der Mann solche besitzt. Seine Waffen wurden an seinem Wohnort im Bezirk Kufstein sichergestellt.

Der 64-Jährige wird wegen zahlreicher Verkehrs- und Verwaltungsübertretungen an die jeweils zuständigen Bezirksverwaltungsbehörden angezeigt. Außerdem wird der Tiroler wegen mehrfachen Widerstandes gegen die Staatsgewalt angezeigt. Eine formelle Befragung des Lenkers war vorerst nicht möglich, das Motiv für sein Verhalten ist daher noch unklar. (TT.com, APA)


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