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Tiroler WK-Präsident Walser schmiedet in Thaur große „Neue Einheitsliste“

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Die Liste von BM Christoph Walser (r. o.) hat mit jener von Vize-BM Martin Plank (großes Bild, links vorne) fusioniert. Joe Bertsch (r. u.) warnt vor einer „Übermacht“ der beiden VP-Listen.
© Neue Thaurer Einheitsliste, De Moor, Die Grünen Thaur

Thaur – Zu den Gemeinden, die bei den Wahlen am 27. Feber über die Dorfgrenzen hinaus im Rampenlicht stehen, zählt Thaur: Schließlich amtiert dort Christoph Walser, seines Zeichens Tiroler Wirtschaftskammerpräsident, als Bürgermeister. Und der lässt nun mit einem für die Thaurer Politlandschaft durchaus spektakulären Schritt aufhorchen: Walsers „Thaurer Einheitsliste“ schließt sich nämlich mit der Liste von Vize-BM Martin Plank (die 2016 noch von Walsers Amtsvorgänger Konrad Giner angeführt wurde) zu einer großen Gruppe zusammen.

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Die „Neue Thaurer Einheitsliste“ sei „ein Mix aus erfahrenen Gemeinderäten und neuen Kräften“, erklärt Walser: Von den zehn Mandataren, die beide Listen gemeinsam derzeit im 15-köpfigen Gemeinderat stellen, „machen acht weiter“, diese nehmen auch die ersten acht Plätze ein, mit Vize-BM Plank auf Platz zwei. Auf den Plätzen 9 bis 13 seien neue Kandidaten vertreten.

Die Entscheidung, die man sich lange überlegt habe, resultiere aus der „guten Kooperation“, die man in den vergangenen sechs Jahren mit allen Fraktionen, besonders aber mit jener von Plank, gepflegt habe, meint Walser.

Plank sieht das genauso: Man teile dieselbe Gesinnung im Sinne einer „breiten bürgerlichen Mitte“, wolle es nun „miteinander versuchen“ und „den Erfahrungsschatz der Gemeinderäte gemeinsam nützen“.

Weniger begeistert vom Zusammenschluss der VP-„Megaliste“ ist Gemeindevorstand Joe Bertsch („Die Grünen & Unabhängige Thaur“): Er befürchtet ein verstärktes „Drüberfahren“. Umso mehr brauche es nun „eine starke, aber stets konstruktive Opposition“. Bertsch, in dessen Team sich auch frühere Mitglieder der – nicht mehr kandidierenden – Liste BiT (Bürger in Thaur) finden, wird voraussichtlich Walsers einziger Gegenkandidat sein.

Aber auch sonst tut sich viel in der Thaurer Politik: Johann Graßmair, insgesamt 30 Jahre im Gemeinderat tätig, tritt mit „DU-zählst“ nicht mehr an. Neu formiert hat sich dafür „Gemeinsam für Thaur“, laut Listenführer Daniel Plank eine „bürgerlich-unabhängige und parteifreie“ Liste, die eine „Alternative bieten“ und „der großen Liste auf die Finger schauen“ wolle. Fast alle Kandidaten seien unter 40.

GR Karin Sommeregger, bekannt als Bezirksgeschäftsführerin der SPÖ, führt die „SPÖ und parteiunabhängige Liste Thaur“ ins Rennen. (md)


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