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Eröffnung nach drei Jahren Umbau: In Lienz dreht sich alles um den Bahnhof

Nach fast dreijährigem Umbau wurde die 35 Millionen Euro teure Mobilitätsdrehscheibe gestern auch offiziell eröffnet.

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LH Günther Platter, BM Elisabeth Blanik, LHStv. Ingrid Felipe und Christian Nagl (ÖBB) eröffeneten das Mobilitätszentrum Lienz (v.l.).
© ÖBB/Brunner

Von Christoph Blassnig

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Lienz – Nur an wenigen Stellen wird bis in das Frühjahr hinein noch gebaut, ansonsten hat der grunderneuerte Bahnhof in Lienz seine Funktionen längst aufgenommen. Landeshauptmann Günther Platter, seine Stellvertreterin Ingrid Felipe, die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik und Christian Nagl für die ÖBB Infrastruktur haben das Bauwerk gestern offiziell eröffnet.

Die ÖBB nennen ihr Großprojekt im Herzen der Bezirksstadt ein Mobilitätszentrum, weil Fern- und Nahverkehr aneinander anschließen. Ein überdachter Busbahnhof steht Reisenden genauso zur Verfügung wie Österreichs einziger Radfahrer-Bahnsteig, der eigens für die Drauradweg-Nutzer aus Südtirol gebaut worden ist. Park-&-Ride- sowie Bike-&-Ride-Flächen, Stromtankstellen für Elektroautos und ein Supermarkt mit Sonntagsöffnung sowie eine Apotheke gehören zum Angebot. Gläserne Aufzüge stellen endlich Barrierefreiheit zu den Bahnsteigen her. Zudem quert die mit einer Mindestbreite von sechs Metern großzügig gestaltete Fußgänger- und Radfahrerunterführung das gesamte Bahnhofsgelände sowie die B100 und hat eine gänzlich neue Nord-Süd-Verbindung geschaffen, die auch von der Bevölkerung sehr gut angenommen wird. 35 Millionen Euro investieren zum Großteil die ÖBB, das Land Tirol steuerte davon zehn Millionen bei.

Mobilitätslandesrätin Felipe lobte das Projekt als beispielgebend: „Wo immer die ÖBB ihre Bahnhöfe in Tirol umbauen, zeigen wir den Bürgermeistern anhand dieses Mobilitätszentrums, welche Entwicklung für eine Gemeinde möglich ist.“ LH Platter bestätigte und erklärte, dass das Land für gute Projekte auch die Mittel zur Verfügung stelle. „Die ÖBB sind ein verlässlicher Partner und erneuern bekanntlich zahlreiche Haltestellen in Osttirol. Zweifellos bildet Lienz das Herzstück für den öffentlichen Personennahverkehr.“

Die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik bedankte sich bei Oskar Januschke vom Stadtmarketing und Jürgen Hanser vom Mobilitätsausschuss des Gemeinderates für die jahrelange Mitarbeit. „Seit 2012 haben wir unzählige Termine in Wien und Innsbruck wahrgenommen und unsere Ideen und Vorschläge eingebracht. Die Arbeitsgruppe hat exzellent zusammengearbeitet und ein neues Wahrzeichen umgesetzt, das für eine Bezirksstadt wohl in ganz Österreich einzigartig sein dürfte.“


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