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Bernal nach Unfall auf Intensivstation: Giro-Sieger kämpft um Karriere

Der 25-jährige Kolumbianer musste nach einem Trainingsunfall in seiner Heimat mehrfach operiert werden.

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Egan Bernal musste nach seinem Unfall mehrfach operiert werden.
© Manu Bruque via www.imago-images.de

Bogota – Bruch der Wirbelsäule, gebrochener Oberschenkel, offener Bruch der Kniescheibe: Die Sturzverletzungen von Radstar Egan Bernal verdeutlichen, dass der aktuelle Sieger des Giro d'Italia und frühere Gewinner der Tour de France um die Fortsetzung seiner Karriere kämpft. Nach mehreren Operationen kam in der Nacht auf Dienstag immerhin eine leichte Entwarnung der Clinica Universidad de La Sabana. Bernal sei stabil, alles Weitere werden die kommenden 72 Stunden zeigen.

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Nach der Operation an den Brustwirbeln teilte die Klinik mit, dass die Funktionalität und die neurologische Unversehrtheit erhalten werden konnte. Die Folgen für sein Leben und seine Karriere sind noch überhaupt nicht absehbar. Dass der auf der Intensivstation liegende Kolumbianer in diesem Jahr noch einmal bei einem Rennen zu sehen ist, klingt zumindest unwahrscheinlich. Sein Team Ineos schrieb am Dienstagnachmittag bei Twitter, Bernals Zustand sei stabil, auf der Intensivstation würden seine weiteren Verletzungen behandelt.

Zahlreiche Radsport-Kollegen schickten dem 25-Jährigen Genesungswünsche. Auch Kolumbiens Präsident Iván Duque wünschte eine schnelle Gesundung. Seit Bernal 2019 als erster Südamerikaner die Tour gewann, ist er ein Nationalheld. Die Fahrervereinigung CPA mahnte, dass Bernals Unfall einmal mehr zeige, wie riskant der Sport ist und wie viel noch für die Sicherheit getan werden müsse.

Allein die Bilder nach dem Crash sorgen für Gänsehaut. Bernals Rad liegt völlig zerstört auf einer Straße nahe seiner Geburtsstadt Bogotá, sein Oberschenkel ist unnatürlich verformt, seine Ineos-Trainingskollegen stehen entsetzt daneben, und ein roter Bus hat einen enormen Blechschaden am Heck. Bernal war mit seinem Zeitfahrrad in den stehenden Bus gekracht. Spekulation bleibt, ob es eine Unachtsamkeit des Giro-Siegers war, die zu dem folgenschweren Aufprall führte.

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Der Unfall erinnert an den schweren Crash des früheren Ineos-Fahrers Chris Froome. Der viermalige Tour-Sieger war im Juni 2019 bei der Dauphiné bei der Streckenbesichtigung des Einzelzeitfahrens gegen eine Hauswand geschleudert worden. Froome hatte dabei unter anderem einen komplizierten Oberschenkelbruch erlitten und konnte bis heute nicht wieder sein früheres Leistungsniveau erreichen. (dpa)

(APA/dpa/sda)


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