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Felix Mitterer in Augsburg auf Schwazer Spurensuche

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Der Leiterin der Fuggerei, Astrid Gabler, überreichten Markus Plattner (l.) und Felix Mitterer einen Erzstein aus Schwaz.
© Winkler

Von Angela Dähling

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Schwaz – Schwaz und Augsburg sind (noch) keine Partnerstädte, aber ihre Historie bedingt sich gegenseitig. „Augsburg ist Teil zwei der Schwazer Geschichte und Schwaz Teil eins der Augsburger“, fasst es Markus Plattner, Theaterbeauftragter der Stadtgemeinde Schwaz, zusammen. War es doch die Augsburger Fugger-Familie, die im Mittelalter mit dem Silber aus dem Schwazer Bergwerk reich wurde. „Hoamelen tut’s“, meinten Plattner und Autor Felix Mitterer daher, als sie unterstützt durch den Schwazer Stadtführer Gottfried Winkler für einen historischen Kulturauftrag kürzlich in Augsburg waren. Der Grund für die Reise in die drittgrößte Stadt Bayerns: Heuer vor 500 Jahren stieg Jakob Fugger „der Reiche“ in die Montanwirtschaft in Schwaz ein. „Der Silbersommer steht daher heuer im Zeichen der Fugger“, informiert BM Hans Lintner.

Neben der Wiederaufnahme des Mitterer Werks „Silberberg“ ist zum Auftakt des Silbersommers am 18. Juni ein mittelalterliches Fest zum Thema samt großem, historischem Umzug in Planung – mit Augsburger Beteiligung. Der Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber und ihrem Kulturreferenten Jürgen Enninger wurde von der Schwazer Delegation ein Geschenk der Stadt Schwaz und ein Brief von BM Lintner überreicht.

„Unser Fährmann Gottfried Winkler, der nicht nur die Geschichte, sondern auch die kleinen Ritzen dazwischen kennt, lotste uns durch Augsburg und seine Geschichte, in der wir immer wieder auf Schwaz stießen. Schwaz war ein Global Player, das wird einem in Augsburg erst richtig bewusst“, resümiert Markus Plattner. Das, was in Schwaz fehlt, etwa den Silberreichtum, findet man in Augsburg. Neben diversen Kirchen und Museen (Bertold Brecht, Martin Luther, Maximiliansmuseum) sowie dem Grabmal von Jakob Fugger wurden die prächtigen Fugger-Häuser besucht, aber auch die älteste Sozialsiedlung der Welt, die Fuggerei.

„150 Menschen leben dort derzeit“, weiß Gottfried Winkler. Eine 60 m² große Wohnung kostet in der Fuggerei 88 Cent Miete im Jahr. Deren Leiterin, Astrid Gabler, überreichten Mitterer und Plattner einen Fahlerzstein aus Schwaz, genauer gesagt eine Hälfte davon. Die andere kehrte wieder zurück nach Schwaz. Plattner: „Ein gespaltener Stein, der eigentlich einer ist. So wie die Geschichte von Schwaz und Augsburg.“

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