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Pradler Friedhof: Eine letzte Ruhestätte ohne ein Denkmal

Garten des Friedens“. Hinter diesem schönen Namen verbirgt sich ein Vorhaben der Stadt Innsbruck am Pradler Friedhof, bei dem in Zukunft eine neue Form der Bestattung ermöglicht wird.

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Urnen sollen am Pradler Friedhof in Innsbruck in Zukunft nicht nur in einer Wand, sondern auch naturnah im „Garten des Friedens“ bestattet werden können.
© Falk

Garten des Friedens“. Hinter diesem schönen Namen verbirgt sich ein Vorhaben der Stadt Innsbruck am Pradler Friedhof, bei dem in Zukunft eine neue Form der Bestattung ermöglicht wird. In einer parkartigen Anlage im nordwestlichen Teil des Friedhofs sollen auf rund 1800 Quadratmetern Urnen naturnah bestattet werden. Grabsteine oder Denkmäler oder eine Urnenwand gibt es bei dieser Form der letzten Ruhestätte nicht.

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Die zuständige Stadträtin Uschi Schwarzl (Grüne) erklärt, dass der Trend immer mehr zur naturnahen Bestattung von biologisch abbaubaren Urnen gehe. „Wer wo genau liegt, weiß man bei dieser Form der Bestattung nicht“, sagt Schwarzl. Geplant ist, in diesem Teil des Friedhofs einen Bereich für die Verabschiedung und Sitzbänke zu errichten. Langfristig erwartet man sich dadurch auch Einsparungen, weil die Kosten für teure Urnenwände wegfallen. Zudem entsteht eine kleine grüne Lunge am Friedhof. „Gerade in Zeiten der Verdichtung werden solche Ruhe- und Erholungsräume für die Bevölkerung immer wichtiger“, betont Schwarzl. Die Umsetzung hat der Stadtsenat in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig beschlossen, im Frühjahr beginnen die Baumaßnahmen.

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Am Rande der heutigen Gemeinderatssitzung möchte Bürgermeister Georg Willi (Grüne) nochmals über das nicht im Doppelbudget berücksichtigte Projekt „Kulturquartier“ reden. Über den Klima- und Energiefonds bekäme die Stadt nämlich für den „Masterplan Gehen“ 1,1 Millionen Euro an Fördermitteln. Die Einreichung müsste allerdings bis 28. Februar erfolgen. „Ich hoffe schon, dass wir einen Weg finden, um das Projekt heuer noch umzusetzen“, erklärt Willi.

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Jedenfalls in die Umsetzung soll das Großprojekt rund um die Neugestaltung des Bozner Platzes gehen. Die Detailplanungen laufen, die neue Straßenplanung für den Bozner Platz wurde am Dienstag vom Stadtsenat mehrheitlich beschlossen. Auf Wunsch der SPÖ wird der Behindertenbeirat in den Prozess eingebunden. Stadträtin Uschi Schwarzl plant im April eine Infoveranstaltung für Unternehmer rund um das Projekt Bozner Platz. (dd)


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