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Auch Tirol verzeichnete 2021 Anstieg bei Geisterfahrermeldungen

Drei Menschen starben im vergangenen Jahr bei Geisterfahrerunfällen auf Österreichs Straßen. Es gab sieben Schwer- und neun Leichtverletzte. Auch in Tirol waren im Vorjahr wieder mehr Geisterfahrer unterwegs.

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(Symbolfoto)
© HANS KLAUS TECHT

Wien – 388 Geisterfahrer sind im vergangenen Jahr im Hitradio Ö3 gemeldet worden, zu 2020 ein Anstieg von 42 Fällen bzw. zwölf Prozent. Damals, im ersten Jahr der Corona-Pandemie mit strengen Maßnahmen wie den Lockdowns, hatte die Zahl mit 346 aber auch einen Allzeit-Tiefstand erreicht. 2021 lag sie schon wieder leicht über dem Schnitt der vergangenen 13 Jahre von 381 Meldungen. Drei Menschen starben bei Geisterfahrerunfällen, 2020 hatte es keinen Toten gegeben.

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Insgesamt ereigneten sich nach Angaben des Innenministeriums neun Unfälle, an denen Geisterfahrer beteiligt waren, bei sieben kamen Menschen zu Schaden: Neben den drei Todesopfern gab es sieben Schwer- und neun Leichtverletzte. 2020 war aus sieben Unfällen nur ein Leichtverletzter hervorgegangen.

Tirol verzeichnete Anstieg bei Geisterfahrermeldungen

Bei der Anzahl der Vorfälle liegt Niederösterreich deutlich vor der Steiermark und Oberösterreich. Die wenigsten Falschfahrer wurden in Wien gezählt. Niederösterreich, die Steiermark, Tirol, Kärnten, das Burgenland und Wien verzeichneten aber insgesamt Anstiege bei Geisterfahrermeldungen. In Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg ging deren Zahl zurück, am deutlichsten in absoluten Zahlen in Oberösterreich.

Die Südautobahn (A2) war auch 2021 die Autobahn mit den meisten Geisterfahrern (61 Meldungen). In Relation zur Gesamtlänge waren laut der Ö3-Statistik auf der Murtal-Schnellstraße (S36) in der Steiermark die meisten Falschfahrer unterwegs. Die S6 (Semmering-Schnellstraße) im steirischen Abschnitt war den Angaben zufolge mit Abstand das Autobahnteilstück mit den meisten Meldungen (24).

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Am meisten Falschfahrer am Sonntag

Am häufigsten gingen Meldungen - in Summe 44 - im August ein. Im Jänner während eines harten Corona-Lockdowns wurden mit 24 Geisterfahrern die wenigsten gezählt. Am meisten Falschfahrer sind jeweils an Sonntagen unterwegs gewesen, und auch 2021 fielen generell an Wochenenden mehr Geisterfahrer auf als an Werktagen. Das geringste Risiko besteht in der Früh (6.00-9.00 Uhr), mehrheitlich werden Lenkerinnen und Lenker in den Abendstunden zu Geisterfahrern, speziell zwischen 21.00 und 24.00 Uhr. Ungewöhnlich sei eine große Häufung zwischen 14.00 und 15.00 Uhr (26 Meldungen) gewesen.

Den Tagesrekord verbuchte der 20. November 2021 mit sechs Geisterfahrern. Am Wochenende des 9. und 10. Oktober waren insgesamt acht Falschfahrer unterwegs. Der bisher höchste Wert an Meldungen seit 1994 wurde mit 550 übrigens im Jahr 2004 verzeichnet.

Die Asfinag empfiehlt bei einer Geisterfahrerwarnung:

  • Bewahren Sie Ruhe.
  • Reduzieren Sie die Geschwindigkeit.
  • Erhöhen Sie den Abstand zum Auto vor Ihnen.
  • Reihen Sie sich auf den rechten Fahrstreifen ein und überholen Sie nicht.
  • Bleiben Sie nach Möglichkeit beim nächsten Parkplatz/Rastplatz stehen und warten Sie, bis es Entwarnung gibt.

Alle Daten über Geisterfahrer-Meldungen werden analysiert, um Problembereiche erkennen und geeignete Maßnahmen einleiten zu können, teilte die Asfinag in einer Aussendung mit. So werden zum Beispiel Anschlussstellen auf Verbesserungen bei der Beschilderung und bei der Bodenmarkierung hin überprüft. Allerdings seien die meisten Falschfahrten auf gravierendes Fehlverhalten zurückzuführen. Neben der Aussage, man habe umdrehen müssen, "weil es das Navi so angesagt" habe, ist die "Fahruntüchtigkeit" aufgrund von Alkohol, Medikamenten, Drogen oder auch generelle Verwirrtheit der häufigste Auslöser von Falschfahrten. (APA)


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