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Ära geht zu Ende: Bürgermeister Köll tritt in Matrei in Osttirol nicht zur Wahl an

Seit 1989 war Andreas Köll Bürgermeister. Er tritt nicht mehr an und will sich dem „Lobbying“ für Seilbahn und Tourismus widmen.

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Andreas Köll kündigte seinen Rückzug als Matreier Bürgermeister an und präsentierte gleich noch eine Reihe von neuen Projekten.
© Blassnig

Matrei – Nach 33 Jahren als Matreier Bürgermeister kündigte Andreas Köll gestern vor Medienvertretern seinen Rückzug an. „Ich trete bei den bevorstehenden Gemeinderats- und Bürgermeister-Direktwahlen nicht mehr an“, erklärte Köll. Seine Liste „Gemeinsam für Matrei“ werde seine Vizebürgermeisterin und Bundesrätin Elisabeth Mattersberger in die Wahl führen. Wahlempfehlung werde es von ihm keine geben, sagte Köll.

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Der Matreier Langzeit-Bürgermeister und ehemalige ÖVP-Bundesrat will sich beruflich nun ganz dem „Lobbying“ als Geschäftsführer für die Goldried Bergbahnen, die im Eigentum der Unternehmerfamilie Schultz stehen, widmen. „Ich habe meinen Brotberuf als Geschäftsführer ja nie aufgegeben und bringe weiterhin meine jahrzehntelange Erfahrung sowohl im Seilbahngeschäft als auch im Tourismus ein.“ Ein möglicher Interessenkonflikt oder Befangenheit als Bürgermeister könnten nun kein Thema mehr sein. Ob er sich auch noch für eine weitere Periode als einflussreicher Obmann des Gemeindeverbandes des Bezirkskrankenhauses Lienz zur Verfügung stellt, wollte Andreas Köll nicht beantworten. „Man hat mich noch nicht gefragt. Das werden in einigen Monaten die 33 Bürgermeister des Verbandes entscheiden.“ Voraussetzung für diese Position sei laut den Statuten jedenfalls kein aktives Bürgermeisteramt, stellte Köll klar. „Jeder Bürger kann sich bewerben.“

Mit 61 Jahren sei für ihn auch eine zukünftige Rückkehr in die Politik nicht ausgeschlossen. „Zweimal war ich bereits als Regierungsmitglied im Land im Gespräch.“

Die finanzielle Lage seiner Gemeinde habe sich weit besser entwickelt als in der Öffentlichkeit dargestellt. Dank Unternehmensansiedelungen würden die Einnahmen steigen. „Es wird eine geordnete Übergabe der Geschäfte geben.“ Andreas Köll bot nicht nur einen Rückblick auf seine politische Laufbahn, sondern präsentierte auch eine Reihe neuer Projekte. (bcp)

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