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Neuer Rekord mit über 34.000 Neuinfektionen in Österreich

Die Zahl der Neuinfektionen geht aufgrund der Omikron-Variante und wenig Gegenmaßnahmen durch die Decke. Am Mittwoch wurden 34.000 neue Fälle registriert, der Höhepunkt wird erst in zwei Wochen erwartet.

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Ganz Europa stöhnt aktuell unter hohen Corona-Zahlen. Die Intensivstationen bleiben davon derzeit noch vergleichsweise gering belastet.
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Wien – Wie schon vergangene Woche haben die gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Österreich auch am heutigen Mittwoch einen neuen Höchstwert erreicht: Exakt 34.011 positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestete Personen wurden seit Dienstag registriert, damit überschritt die Zahl der Neuinfektionen erstmals die 30.000er-Marke. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei 2.026, fast 10.000 der Neuinfektionen wurden aus Wien eingemeldet.

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Die Zahl der aktiven Fälle steht mit 244.393 und 18.623 mehr als am Tag zuvor nun fast bei einer Viertelmillion. In den kommenden ein bis zwei Wochen werden 35.000 bis 40.000 positive Tests pro Tag erwartet, sagten Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) vor dem Ministerrat, wo der neue Höchststand verkündet worden ist. Die Werte bewegen sich damit entlang der prognostizierten Zahlen. In rund 14 Tagen werde auch der Höhepunkt der Omikron-Welle zu sehen sein, sagte Mückstein.

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Verdoppelung der täglichen Fälle innerhalb von 14 Tagen

Mittwoch voriger Woche waren 27.677 Neuinfektionen vermeldet worden - der bisherige Höchststand. Das davorige Allzeit-Hoch war vor zwei Wochen am 12. Jänner mit 17.006 Fällen erreicht worden, als die Omikron-Welle langsam an Fahrt aufnahm. Diese Zahl hat sich nun innerhalb von 14 Tagen also verdoppelt. Dass jeweils der Mittwoch für Rekordwerte sorgt, liegt u.a. daran, dass an diesem Tag die Ergebnisse der meisten an den Schulen durchgeführten PCR-Tests in das Meldesystem einfließen.

Die Positivrate der PCR-Tests ist weiter angestiegen und lag bei 4,1 Prozent, knapp über dem Wochenschnitt von 4,0 Prozent. Außer im Burgenland, Kärnten und Wien liegen die Positivraten jeweils bei über 5,0 Prozent, am höchsten ist dieser Wert in Salzburg mit 9,1 Prozent an positiven Tests. In den vergangenen 24 Stunden wurden mehr als eine Million PCR- und Antigen-Schnelltests eingemeldet, 820.135 waren aussagekräftigere PCR-Tests, mehr als die Hälfte davon, nämlich über 471.000, wurden aus Wien eingemeldet.

Wien registriert meiste Neuinfektionen

Was die Neuinfektionen nach Bundesländern betrifft, so liegt Wien ganz vorne, mit Stand Mittwoch sind 9.968 neue Infektionen binnen 24 Stunden hinzugekommen. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 2.353,5 in der Bundeshauptstadt, der dritthöchste Wert in Österreich, davor liegen Tirol (2.739,6) und Salzburg (2.614). Das Bundesland mit der niedrigsten Inzidenz ist das Burgenland mit 1.342,2.

Die Voraussage des Prognosekonsortiums vor einer Woche ging übrigens von einen Mittelwert von 31.463 Fällen für den heutigen Mittwoch aus, bei 1.204 lag der Wert der belegten Krankenhausbetten. Tatsächlich liegt dieser nun bei derzeit 1.316 Personen, das sind um 32 mehr als am Vortag gemeldet waren. 197 Menschen werden auf Intensivstationen betreut. Diese Zahl stieg seit Dienstag um acht und ist innerhalb einer Woche um vier Patienten angestiegen.

Elf weitere Todesfälle

Zudem gab es seit gestern elf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19, in den vergangenen sieben Tagen starben im Schnitt täglich rund zehn Menschen, insgesamt wurden 74 Todesfälle registriert. Seit ihrem Ausbruch hat die Covid-19-Pandemie 14.030 Tote in Österreich gefordert.

26.620 Impfungen sind am Dienstag durchgeführt worden. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 6.734.275 Personen bereits zumindest eine Impfung erhalten. 6.455.573 Menschen und somit 72,3 Prozent der Österreicher verfügen über einen gültigen Impfschutz, 71,8 waren es noch vorige Woche. In den Bundesländern liegen die Schutzraten (gültiges Impfzertifikat) zwischen 78 (Burgenland) und 68 Prozent (Oberösterreich). (APA)

Omikron treibt Zahlen in Mittel- und Osteuropa auf Rekorde

Die hochansteckende Corona-Variante Omikron treibt die Infektionszahlen in Mittel- und Osteuropa auf neue Höchststände. Russland meldete am Mittwoch den sechsten Tag in Folge einen Rekord: 74.692 positive Fälle. Einen Tag zuvor waren es noch 67.809. Der Arbeitsgruppe der Regierung zufolge gab es 657 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen erreichte ebenfalls einen Rekordwert. Innerhalb von 24 Stunden kamen 53.420 neue Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Im selben Zeitraum starben 276 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Die Pandemie gewinne an Tempo, in den kommenden Tagen sei damit zu rechnen, dass die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf über 60.000 steigen werde, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Auch in Ungarn mit über 20.000 Neuinfektionen, Rumänien mit rund 34.000, Bulgarien mit über 12.000 und Tschechien mit knapp 40.000 schossen die Zahlen auf neue Höchststände. Allerdings steigt die Belastung der Krankenhäuser nicht in dem gleichen Maße. Politiker in den Ländern fordern die Bevölkerung auf, sich impfen zu lassen. Im EU-Land Bulgarien sind weniger als 30 Prozent der sieben Millionen Einwohner geimpft. In Rumänien liegt die Quote bei etwa 41 Prozent.


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