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Salzburger entwickelte selbstdesinfizierende Hülle für FFP2-Masken

Die Beschichtung mit Kupferpartikeln soll die Lebensdauer von wenigen Stunden auf eine Woche erhöhen. Der Hersteller verspricht klar weniger Müll und geringere Kosten.

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Laut Sebastian Schröcker können mit einem Cover rund 300 FFP2-Masken pro Person und Jahr eingespart werden.
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Hallein – Die FFP2-Maske hat sich neben Impfung und Kontaktbeschränkungen als wichtigstes Instrument in der Pandemie-Bekämpfung erwiesen. Sie ist aber ein Einwegprodukt, eine Tragezeit über wenige Stunden hinaus wird nicht empfohlen. Kaum ein Nutzer dekontaminiert benutzte Masken bei 80 Grad im Backrohr oder einer Woche in der Raumluft. Wer sie regelmäßig austauscht, produziert Müll. Ein Salzburger Unternehmer will das ändern und setzt dabei auf die desinfizierende Wirkung von Kupfer.

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"Je länger eine Maske getragen wird, desto feuchter und durchlässiger wird der Stoff. Infektionen oder Erkrankungen können da ab einem bestimmen Zeitpunkt nicht mehr ausgeschlossen werden", sagt Sebastian Schröcker aus Hallein zur APA. Der umtriebige Entrepreneur hat eine Schutzhülle entwickelt, welche handelsübliche FFP2-Masken innen und außen umschließt. Sie besteht aus Baumwolle und ist mit Kupfer-Partikeln beschichtet, die dafür sorgen sollen, dass Keime in kurzer Zeit zerstört werden. "Diese Wirkung von Kupfer ist schon seit Hunderten Jahren bekannt."

Nutzungsdauer von wenigen Stunden auf sieben Tage

Laut Schröcker verlängert die Hülle, die mit der FFP2-Maske getragen wird, deren mögliche Nutzungsdauer von wenigen Stunden auf sieben Tage. Durch das Cover bleibe die Maske keimfrei und müsse nur mehr jede Woche ersetzt werden. Die Hülle hält laut dem Hersteller mindestens ein Jahr und sei hautverträglich. Dem Unternehmer zufolge können mit einem Cover rund 300 FFP2-Masken pro Person und Jahr eingespart werden. "Das bedeutet nicht nur 80 Prozent weniger Müll, sondern auch weniger Anschaffungskosten für die Nutzer." Die Hüllen, die der Halleiner unter dem Namen "CuSANA" vor allem online vertreibt, kosten ab 20 Euro. Hergestellt werden sie gemeinsam mit seinem langjährigen Geschäftspartner Thomas Lehner in der Nähe von Passau in Bayern.

"Die Baumwolle der Hülle ist sehr luftdurchlässig, es ist beim Atmen kein merkbarer Unterschied zwischen Maske mit oder ohne Hülle feststellbar", versichert Schröcker. Die Entwicklung sei von einem Chemiker wissenschaftlich begleitet worden. Zertifizieren lassen habe man sich die Wirkung der Hülle beim deutschen Hohenstein Institute, einer offiziellen Prüf- und Zertifizierungsstelle für textile Produkte. "Es konnte in Tests nachgewiesen werden, dass sich die Keimzahlen binnen weniger Minuten um Zehnerpotenzen verringern", sagte der Unternehmer.

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Die Herausforderung sei es vielmehr gewesen, die feinen Kupferpartikel so aufzutragen, dass sie dauerhaft an der Baumwolle anhaften und auch beim Waschen nicht abgehen. Waschen sei aber nur aus ästhetischen Gründen notwendig, da sich die Oberfläche permanent selbst desinfiziere. Nur bei vollständigem Beschichtungsverlust sei die antimikrobielle Wirkung nicht mehr vorhanden.

An der Entwicklung kupferbeschichteter Textilien und selbstentkeimender Oberflächen hat Schröcker bereits vor Corona gearbeitet. Die Produktion von FFP2-Masken bzw. Mund-Nasen-Schutz-Masken für Länder, die anders als Österreich in vielen Bereichen des Alltags nicht auf FFP2-Pflicht setzen, sei aus der Situation heraus entstanden. Mittelfristig will der Halleiner Unternehmer Kupferteilchen auch auf eine Reihe anderer Produkte aufbringen - etwa Stoffbezüge, Bettwäsche, Kleidungsbestandteile oder Luftfiltereinsätze. (APA)


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