Entgeltliche Einschaltung

Nestle will Kakaobauern für Schulbesuch ihrer Kinder bezahlen

Anstatt Felder zu bestellen, sollen die Kinder von Kakaobauern zukünftig zur Schule gehen. Nestle will bis 2030 1,25 Mrd. Euro in nachhaltige Kakao-Versorgung investieren. Auch das Image des in den letzten Jahren schwer kritisierten Großkonzerns soll damit wohl verbessert werden.

  • Artikel
  • Diskussion
Nestle will bis 2030 insgesamt 1,3 Milliarden Franken (1,25 Mrd. Euro) in nachhaltige Kakao-Versorgung investieren.
© Reuters/Gnago

Vevey – Nestle ist der größte Nahrungsmittelhersteller der Welt. Umweltschutz- und Menschenrechtsorganisationen kritisieren den Schweizer Konzern seit Jahren für seine Praktiken. Kritiker werfen dem Unternehmen die Abholzung des Regenwaldes, die Ausbeutung der weltweiten Wasserressourcen und Kinderarbeit vor. Zumindest den zuletzt genannten Missstand will Nestle nun verbessern. Um Kakaobauern einen Anreiz zu geben, ihre Kinder zur Schule zu schicken – statt aufs Feld, bietet Nestle ihnen Bargeld.

Entgeltliche Einschaltung

Der Schweizer Lebensmittelkonzern startete ein neues Unternehmensprogramm. Bis 2025 will das Unternehmen Kakao ausschließlich über eine vollständig rückverfolgbare und direkte Lieferkette beziehen. Teil des Programms ist es, Kakaobauern Bargeld zu zahlen, wenn sie ihre Kinder zur Schule schicken, anstatt die Felder zu bestellen. Bis 2030 will Nestle insgesamt 1,3 Milliarden Franken (1,25 Mrd. Euro) in nachhaltige Kakao-Versorgung investieren. Wie viel von dem Geld für eine verbesserte Schulbildung vorgesehen ist, wurde nicht bekannt.

Investoren, Konsumenten und Regierungen drängen zunehmend darauf, dass Schokoladenhersteller sicherstellen, dass die von ihnen bezogenen Kakaobohnen nicht aus Kinderarbeit oder in illegalen Kakaoplantagen in geschützten Wäldern stammten. Beides ist in Westafrika üblich. (APA)


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung