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Vatikan rechnet 2022 mit Defizit von 33 Millionen Euro

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Vatikanstadt – Der Vatikan rechnet 2022 mit einem Defizit von 33,2 Millionen Euro. Das Gesamtbudget des Heiligen Stuhls hat ein Volumen von rund 800 Millionen Euro, berichtete Juan Antonio Guerrero Alves, Wirtschaftspräfekt im Vatikan, im Interview mit dem Medienportal Vatican News am Freitag. Im vergangenen Jahr betrug das Defizit 42,1 Millionen Euro.

Der Vatikan rechnet 2022 mit einer allmählichen Erholung der Wirtschaftstätigkeit, bei den Spenden wird jedoch mit keinem Wachstum gerechnet. Es wird erwartet, dass die Einnahmen durch den Peterspfennig bei 47,3 Millionen Euro stabil bleiben, berichtete der Heilige Stuhl am Freitag.

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"Große Fehler in der Finanzverwaltung gemacht"

Der Vatikan bemüht sich immer mehr um Transparenz bei seinen Finanzen. Mit mehr Professionalität, Transparenz und Kontrolle wolle die Kirche ihre Finanzprobleme angehen, erklärte Guerrero Alves. "Uns ist sehr wohl bewusst, dass wir große Fehler in der Finanzverwaltung gemacht haben, die die Glaubwürdigkeit des Heiligen Stuhls untergraben haben."

Die Steigerung der Erträge aus Immobilien und die Zentralisierung von Finanzanlagen seien die Leitlinien für die Zukunft. Der Präfekt des Wirtschaftssekretariats sprach auch über die Art und Weise, wie der Verkauf des Gebäudes in der Sloane Avenue in London zustande kam. Die Londoner Immobilie steht im Mittelpunkt eines seit Juli laufenden Finanzprozesses im Vatikan. Der Verkauf des Palasts sei "eine Operation, die in voller Transparenz und nach den neuen Regeln der vatikanischen Verträge durchgeführt wurde", so der Prälat. (APA)


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