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In Tirol kaum „Blüten“ im Umlauf

Die Corona-Krise hat in Europa den Schaden durch Falschgeld 2021 auf den niedrigsten Stand seit fast 20 Jahren gedrückt.

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Die OeNB-Falschgeldstatistik 2021 weist für Österreich insgesamt eine Schadenshöhe von 272.515 Euro auf.
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Wien – Wie aus der Falschgeldstatistik der Europäischen Zentralbank hervorgeht, sank 2021 die Zahl der in Österreich sichergestellten 4456 „Blüten“ um fast ein Drittel, 2020 wurden noch 6321 Fälschungen entdeckt. In Tirol tauchten 2021 mit 290 Stück vergleichsweise nur noch ein Fünftel an Fälschungen auf.

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Gegenüber 2020 hat sich in Tirol das Aufkommen mehr als halbiert. „2021 ist das Jahr mit der zweitniedrigsten Zahl an gefälschten Banknoten“, erklärt Armin Schneider, Leiter der Oesterreichischen Nationalbank West in Innsbruck. Tirol liegt damit auch ganz nah an dem Jahr mit dem geringsten Falschgeldaufkommen, nämlich dem Euro-Einführungsjahr 2002 mit 200 Stück und zudem nur bei einem Drittel des Durchschnitts von 900 Stück über alle 20 Jahre. Dies sei insbesondere bemerkenswert, als der Banknotenumlauf seit der Einführung gleichzeitig um das Fünffache angestiegen sei und dieser allein in Tirol auf 50 Mio. Stück geschätzt wird. Damit ist in Tirol weniger als jede 150.000ste Banknote eine Fälschung.

Trotzdem gelte es sensibel zu bleiben und auf die Sicherheitsmerkmale zu achten, so Schneider. Am häufigsten wird immer noch der 50-Euro-Schein gefälscht, auf ihn entfallen in Tirol 36 Prozent. Knapp dahinter folgt allerdings der Zwanziger mit 34 Prozent. Der Anteil an professionellen Druckfälschungen sei in Tirol aber sehr gering, die große Mehrheit seien einfachere Farbkopien.

Begünstigt wurde die Entwicklung – neben der Einführung der fälschungssicheren zweiten Serie an Euro-Banknoten – auch durch die Folgen der Corona-Pandemie: Rückgang des Tourismus, Lockdowns und Einreisebeschränkungen.

In Europa insgesamt sank die Zahl der sichergestellten Euro-Blüten im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit fast 20 Jahren. Die Euro-Notenbanken registrierten 347.000 nachgemachte Scheine und damit knapp ein Viertel (24,6 %) weniger als im ersten Corona-Jahr, wie die EZB mitteilte. (TT, APA)


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