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Red Bull Racing bezieht Antriebsstränge bis 2025 direkt von Honda

Eigentlich hätte Red Bull den Betrieb der Motoren auf Honda-Basis selbst übernehmen sollen, der japanische Hersteller wollte sich spätestens Ende der kommenden Saison vollständig zurückziehen.

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Red Bull Racing wird weiter mit Honda-Power am Start stehen.
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Wien/Milton Keynes - Die Formel-1-Teams von Red Bull werden entgegen den ursprünglichen Planungen bis inklusive der Saison 2025 von Honda mit fertigen Antriebssträngen beliefert. Das erklärte Red Bulls Motorsport-Konsulent Helmut Marko im Interview mit dem Fachmagazin "Autorevue" (Februar-Ausgabe). Eigentlich hätte Red Bull den Betrieb der Motoren auf Honda-Basis selbst übernehmen sollen, der japanische Hersteller wollte sich spätestens Ende der kommenden Saison vollständig zurückziehen.

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Nach dem WM-Titel durch Red-Bull-Pilot Max Verstappen kommt nun alles anders. "Die Motoren werden bis 2025 fix und fertig in Japan hergestellt, wir greifen sie überhaupt nicht mehr an", erklärte Marko. "Im Zuge unserer immer größeren Erfolge ist ein gewisses Umdenken bei den Japanern entstanden", meinte der 78-jährige Steirer. Honda rüstet Red Bull Racing seit 2019 mit Motoren aus, beim Zweitteam AlphaTauri (früher Toro Rosso) ist man seit 2018 engagiert.

Red Bull kann sich voll auf 2026 konzentrieren

Red Bull kann sich mit seiner neuen, eigenen Motorenschmiede "Red Bull Powertrains Ltd." nun ganz auf 2026 konzentrieren, wenn in der Formel 1 ein neues Motorenreglement greift. Auch alle Rechte für die Antriebe würden bis dahin bei Honda verbleiben, "was wichtig ist für 2026, weil wir dadurch Newcomer sind", sagte Marko. Für neue Hersteller - VW denkt etwa über einen Einstieg mit Porsche oder Audi nach - soll es nämlich Zugeständnisse geben.

Auch für Honda berge die weiter intensive Zusammenarbeit laut Marko Vorteile - unter anderem, "dass die natürlich die Batterieerkenntnisse für ihre Elektrifizierungsphase nutzen können". Als Zwischenschritt sei eigentlich geplant gewesen, dass Honda nur 2022 noch die Motoren liefere. "Jetzt ist entschieden, dass das bis 2025 weiterläuft, was für uns natürlich ein Riesenvorteil ist. Dadurch müssen wir nur noch Feinjustierungen und Kalibrierungen vornehmen." (APA)

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