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Lawinengefahr, Sperren, Unfälle: Tief Odette bringt viel Neuschnee nach Tirol

Mit bis zu zwei Metern Neuschnee auf den Bergen feiert der Winter ein Comeback in Tirol. Die Lawinengefahr steigt, auch im Verkehr ist Vorsicht geboten. Erst am Donnerstag klingen die Schneefälle langsam ab.

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Die Schneedecke wird in den kommenden Tagen weiter wachsen – wie etwa in Hopfgarten im Brixental.
© Tamara Stocker

Innsbruck – Der Februar beginnt tief winterlich: Weite Teile Tirols sind am Dienstag in ein weißes Kleid gehüllt – Tief Odette sei Dank. In Seefeld kam in der Früh etwa bereits ein halber Meter Schnee zusammen, berichtet die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Weil zusätzlich noch kräftiger Wind durchs Land zieht, steigt vielerorts die Lawinengefahr – auf den Straßen und Pisten ist Vorsicht geboten. Schon am Montag kam es zu Unfällen. Eine Wetterberuhigung ist laut ZAMG am Donnerstag in Sicht, bis dorthin dürfte die Schneedecke weiter anwachsen.

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Gerüstet zeigt man sich beim Autobahn- und Schnellstraßenbetreiber Asfinag, vor allem im Arlberggebiet und am Brenner rechnet man mit reichlich Neuschnee. „Wir sind trotz Omikron-Welle gut vorbereitet, die Winterdienst-Teams wurden für Volleinsätze in Bereitschaft versetzt“, sagt Geschäftsführer Stefan Siegele, der an die Verkehrsteilnehmer appelliert, auf Winterausrüstung, Geschwindigkeit und Abstand zu achten. „Das gilt speziell in den kommenden Tagen für fast das gesamte Streckennetz der Asfinag“, so Siegele.

Auch bei den ÖBB hat man sich auf die Rückkehr der winterlichen Verhältnisse vorbereitet, heißt es. Dennoch kam es in der Früh bereits zu Ausfällen und Verspätungen im Zugverkehr.

📽️ Video | Wintereinbruch sorgt für Unfälle auf Tiroler Straßen:

Lawinengefahr und Appell an Wintersportler

Zu großen Teilen rot bzw. orange eingefärbt zeigt sich die Tirol-Karte des Lawinenwarndienstes am Dienstag. Das entspricht Stufe 3 und 4 – erhebliche oder sogar große Gefahr. „Der stürmische Wind während der starken Schneefälle ist der Baumeister großer Lawinen. Deshalb ist äußerste Vorsicht angebracht", so der Leiter des Lawinenwarndienstes, Rudi Mair, in einer Aussendung des Landes am Montag. Wintersportler forderte er auf, die gesicherten Pisten nicht zu verlassen.

© Lawinenwarndienst

Alle Lawinenkommissionen im Land seien in Bereitschaft, versicherte Elmar Rizzoli vom Tiroler Zentrum für Krisen- und Katastrophenmanagement. Die Schneefälle können auch zu Problemen auf den Straßen führen, unterstrich er. Wegen möglichen Schneebruchs sollten zudem Aufenthalte in Parks und Wäldern vorübergehend vermieden werden. Im Straßenverkehr sei Rücksicht auf Schneeräumfahrzeuge zu nehmen.

© APA

Wegsperren auf der Nordkette

In Alarmbereitschaft sind auch die Verantwortlichen in der Landeshauptstadt Innsbruck: Als Vorsichtsmaßnahme werden mehrere Wege im Gebiet der Nordkette gesperrt, hieß es am Dienstag seitens der Stadt. Konkret geht es um den Kollnerweg (Höttinger Bild bis Gramartboden), den Höttinger Graben (Bildhöll) sowie die Zufahrt zur Arzler Alm. Zudem sind der Amarellerweg (Mühlau), der Rosnerweg im Bereich Mühlauer Graben sowie zwischen Hungerburg und Arzl derzeit nicht begeh- bzw. befahrbar.

© Stadt Innsbruck

„In einigen Gebieten rund um Innsbruck herrscht Lawinengefahr Stufe 4. Daher ist in den kommenden Tagen in den Bergen höchste Vorsicht geboten“, betonte Vizebürgermeister Johannes Anzengruber. Wann die Wege wieder passierbar sein werden, ist derzeit noch nicht bekannt.

Mehrere Verletzte bei Unfälle auf Tirols Straßen

Schon am Montag machte sich der Wintereinbruch auf Tirols Straßen bemerkbar, wie die Polizei berichtete: In Kramsach, Schlitters, Maurach und Breitenbach kam es zu Unfällen. Dabei wurden mehrere Personen verletzt. (TT.com/klh)

In Schlitters geriet ein Auto auf die Gegenfahrbahn, wo es mit dem entgegenkommenden Fahrzeug kollidierte.
© ZOOM.TIROL

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