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Prozess gegen Mann in Tirol: Auf Eifersucht folgte Zorn

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Österreich hat bei Gewaltverbrechen an Frauen einen traurigen Spitzenplatz inne. Ein Tiroler Fall zeigte gestern am Landesgericht auf, wie haarscharf Frauen an Übergriffen vorbeischrammen können. So war ein Türke wegen gefährlicher Drohung gegenüber seiner Freundin angeklagt. Zum Schluss der Beziehung hatte der Mann dabei verbal so ausgeholt, dass die Frau ein Hausverbot an ihrer Arbeitsstelle erwirken konnte. Als sich die Heftigkeit der Drohungen am Telefon weiter steigerte, wurden die Gespräche aufgezeichnet. Diesen hatte der Angeklagte dann vor dem Richter nichts mehr hinzuzufügen und zeigte sich geständig: „Ich habe ein Problem mit der Aggression. Ich bin eben eine Stunde furchtbar wütend, aber es legt sich wieder.“ Anwalt Peter Föger als Opfervertreter: „Sie haben so herumgeschrien, dass ich selbst Angst bekommen habe. Dadurch haben sie die Frau und deren Familie nachdrücklich in Furcht versetzt. Das reichte bis zum Arbeitsplatzwechsel und ist Resultat einer Einstellung, die eine Frau zum Eigentum unter Männern erklärt. In Österreich ist das aber absolut fehl am Platz“. Dass der Türke seinen bosnischen Nebenbuhler vor der Arbeitsstätte der Frau unter wüsten Drohungen mit einem Messer bedroht haben soll, konnte letztlich nicht bewiesen werden. Eine Strafe von zur Hälfte bedingten 600 Euro nahm der Mittellose sofort an.


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Wegen Nötigung der Freundin drohte einem Türken neben einer Strafe unter anderem der Widerruf einer einjährigen Haftstrafe. Es kam aber nicht einmal zu einem Urteilsspruch. Die nunmehrige Lebensgefährtin zog alle Aussagen zurück. (fell)

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