Entgeltliche Einschaltung

Mindestens sechs Tote durch Zyklon „Batsirai“ auf Madagaskar

Fast 48.000 Menschen mussten aus ihren Häusern fliehen, mindestens sechs Menschen kamen ums Leben.

  • Artikel
  • Diskussion
Erneut wurde Madagaskar von einem Zyklon schwer getroffen.
© RIJASOLO

Antananarivo – Eine Woche nach dem verheerenden Tropensturm "Ana" ist ein weiterer Zyklon über Madagaskar hinweggefegt. Der Tropensturm "Batsirai" traf am Samstagabend mit heftigem Wind und Regen in der Region Mananjary an der Ostküste des Inselstaats im Indischen Ozean auf Land und riss mindestens sechs Menschen in den Tod. Fast 48.000 Menschen mussten aus ihren Häusern fliehen, wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte.

Entgeltliche Einschaltung

"Batsirai" hatte den Osten der Insel am Samstagabend mit Windgeschwindigkeiten von 165 Kilometern pro Stunde erreicht. Teilweise wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 235 Stundenkilometern erreicht. Der Sturm hatte zuvor auf Mauritius und der französischen Insel La Réunion gewütet. Der französische Wetterdienst Météo-France warnte vor "einer sehr ernsten Bedrohung" für Madagaskar.

"Batsirai" hatte zuvor auf Mauritius und der französischen Insel La Reunion gewütet. Der französische Wetterdienst Meteo-France warnte, vor "einer sehr ernsten Bedrohung" für Madagaskar.

Viele Bewohner der Ostküste Madagaskars versuchten, sich vor dem Sturm in Sicherheit zu bringen. In der Küstenstadt Vatomandry quetschten sich mehr als 200 Menschen in einen Raum eines Betongebäudes, wo sie auf Matten oder Matratzen schliefen.

TT-ePaper 4 Wochen gratis lesen

Die Zeitung jederzeit digital abrufen, ohne automatische Verlängerung

TT ePaper

Der Gemeindevorsteher Thierry Louison Leaby sagte, es mangle an sauberem Wasser, weil das Versorgungsunternehmen vor dem Zyklon das Trinkwasser abgestellt habe. "Die Leute kochen mit schmutzigem Wasser", sagte er. Nun drohten Durchfallerkrankungen. Vor dem Gebäude stellten die Menschen Plastikschalen und Kübel auf, um Regenwasser aufzufangen.

Anrainer, die trotz der Gefahr in ihren Häusern blieben, nutzten Sandsäcke und Plastikkanister, um ihre Dächer zu sichern. Viele Bewohner von Vatomandry legten auch Lebensmittelvorräte an.

Erst Ende Jänner hatte der Tropensturm "Ana" in Madagaskar gewütet. Mindestens 58 Menschen kamen ums Leben, die meisten in der Hauptstadt Antananarivo. Insgesamt waren mindestens 131.000 Menschen von dem Unwetter betroffen. Auch in Malawi, Mosambik und Simbabwe gab es dutzende Tote. (APA/AFP)


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung