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Netflix-Western „The Power of the Dog“ geht als Favorit in die Oscars

Regisseurin Jane Campion hat sich mit "The Power of the Dog" bereits in die Oscar- Geschichtsbücher eingetragen: Sie ist die erste Frau, die in der Kategorie "Beste Regie" zwei Mal nominiert wurde. Insgesamt ist der Netflix-Film für zwölf Academy Awards nominiert.

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Benedict Cumberbatch und Kodi Smit-McPhee sind für ihre Darstellungen in "The Power of the Dog" für einen Oscar nominiert.
© imago/Netflix/The Hollywood Archive

Los Angeles – Jane Campions Westerndrama "The Power of the Dog" ist der große Favorit bei der diesjährigen Oscar-Verleihung. Die Romanverfilmung brachte es auf insgesamt 12 Nominierungen, darunter für die prestigeträchtigen Sparten Bester Film, Beste Regie und Bester Hauptdarsteller. Dahinter folgte das Science-Fiction-Drama "Dune" von Regisseur Denis Villeneuve mit zehn Gewinnchancen.

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Leider nichts wird es mit neuerlichen Oscar-Ehren für Österreich. Denn Sebastian Meises Drama "Große Freiheit" schaffte es letztlich nicht unter die fünf für die Sparte "International Feature Film" nominierten Werke. Hier treffen etwa "Drive My Car" (Japan), "The Hand of God" (Italien) oder "Der schlimmste Mensch der Welt" (Norwegen) aufeinander.

Das Favoritenfeld für die Academy Awards ist unterdessen relativ zugespitzt: Campions für Netflix produzierte Romanadaption über eine schwierige Familienbeziehung im Montana des Jahres 1925 wurde quasi in allen wesentlichen Sparten Hoffnungen genannt, die Neuseeländerin selbst schaffte es zudem zum zweiten Mal in die Regie-Sparte – 1994 konnte sie für "Das Piano" den Preis für das beste Originaldrehbuch entgegennehmen. Zudem gibt es mit Benedict Cumberbatch (Hauptdarsteller), Jesse Plemons und Kodi Smit-McPhee (jeweils Nebendarsteller) sowie Kristen Dunst (Nebendarstellerin) gleich vier Nominierungen in Schauspielkategorien.

Sieben Nominierungen für Branaghs "Belfast"

Seinem Ruf gerecht wurde auch das auf Frank Herberts Kultroman beruhende Sci-Fi-Spektakel "Dune", das allen voran in technischen Sparten wie Kamera, Filmschnitt, Produktionsdesign oder visuelle Effekte reüssierte. Nichts wurde es hingegen mit der zweiten Regie-Nominierung für Villeneuve nach "Arrival", aber immerhin kann der Kanadier auf einen Preis für das beste adaptierte Drehbuch hoffen.

Kenneth Branaghs Schwarz-weiß-Drama "Belfast" folgt mit sieben Nominierungen, darunter für den besten Film, die beste Regie sowie zwei Nebendarsteller (Judi Dench und Ciarán Hinds). Gleichauf findet sich Steven Spielbergs Neuinterpretation der "West Side Story", die der Hollywoodlegende einen dritten Regie-Oscar einbringen könnte.

Neben Campion, Branagh und Spielberg ist mit Paul Thomas Anderson ("Licorice Pizza") ein Indie-Liebling unter den Regie-Anwärtern sowie eine Überraschung: Der Japaner Ryūsuke Hamaguchi war mit "Drive My Car" im Vorfeld zwar hoch gehandelt worden, doch musste nicht zwingend damit gerechnet werden, dass es neben der Nennung für den Auslands-Oscar auch noch für Regie, Bester Film und eine Anwärterschaft auf das beste adaptierte Drehbuch reichen würde. Aber Literaturadaptionen scheinen heuer in Mode zu sein, basiert doch "Drive My Car" auf einer Kurzgeschichte von Haruki Murakami.

Mit vier Gewinnchancen ist der Film damit der schrägen Weltuntergangssatire "Don't Look Up" von Adam McKay ebenbürtig, die allerdings seinem prominenten Hauptdarstellerpaar Leonardo DiCaprio und Jennifer Lawrence kein Glück brachte.

Von Cumberbatch bis Washington, Dunst bis Stewart

Stattdessen misst sich Cumberbatch für den Hauptdarsteller-Oscar mit einer illustren Runde aus Javier Bardem ("Being the Ricardos"), Andrew Garfield ("tick, tick...BOOM!") sowie Will Smith ("King Richard") und Denzel Washington ("The Tragedy of Macbeth"). Bei den Darstellerinnen gehen Jessica Chastain ("The Eyes of Tammy Faye"), Olivia Colman ("The Lost Daughter"), Penélope Cruz ("Parallel Mothers"), Nicole Kidman ("Being the Ricardos") und Kristen Stewart ("Spencer") ins Rennen.

Mit sechs Nennungen ebenfalls im oberen Spitzenfeld der Gesamtnominierungen finden sich schließlich noch das Sportdrama "King Richard" von Reinaldo Marcus Green, in dessen Zentrum der Vater der Tennisstars Venus und Serena Williams steht. Für ihre Leistung in diesem Film wurde Aunjanue Ellis als beste Nebendarstellerin nominiert, wobei das Fünferfeld von Dunst, Dench, Jessie Buckley ("The Lost Daughter") und Ariana DeBose ("West Side Story") komplettiert wird. Bei den männlichen Nebendarstellern bekommen es Hinds, Plemons und Smit-McPhee noch mit J.K. Simmons ("Being the Ricardos") sowie Troy Kotsur ("Coda") zu tun.

Insgesamt werden die wichtigsten Filmpreise der Welt in 23 Kategorien vergeben. Die große Gala findet am 27. März im Dolby Theatre in Los Angeles statt. (APA)

Die Nominierten in den wichtigsten Kategorien

Bester Schauspieler in einer Nebenrolle

  • Ciarin Hinds (Belfast)
  • Troy Kotsur (Coda)
  • Jesse Plemons (The Power of the Dog)
  • J. K. Simmons (Being the Ricardos)
  • Kodi Smit-McPhee (The Power of the Dog)

Beste Schauspielerin in einer Nebenrolle

  • Jessie Buckley (The Lost Daughter)
  • Ariana DeBose (West Side Story)
  • Jude Dench (Belfast)
  • Kirsten Dunst (The Power of the Dog)
  • Aujanue Ellis (King Richard)

Beste Filmmusik

  • Don't Look Up
  • Dune
  • Encanto
  • Parallel Mothers
  • The Power of the Dog

Bestes adaptiertes Drehbuch

  • Coda
  • Drive My Car
  • Dune
  • The Lost Daughter
  • The Power of the Dog

Bestes Originaldrehbuch

  • Belfast
  • Don't Look Up
  • King Richard
  • Licorice Pizza
  • The Worst Person in the World

Bester Schauspieler in einer Hauptrolle

  • Javier Bandem (Being the Ricardos)
  • Benedict Cumberbatch (The Power of the Dog)
  • Andrew Garfield (tick, tick ... BOOM)
  • Will Smith (King Richard)
  • Denzel Washington (The Tragedy of Macbeth)

Beste Schauspielerin in einer Hauptrolle

  • Jessica Chastain (The Eyes of Tammy Faye)
  • Olivia Colman (The Lost Daughter)
  • Penelope Cruz (Parallel Mothers)
  • Nicole Kidman (Being the Ricardos)
  • Kristen Stewart (Spencer)

Bester Animationsfilm

  • Encanto
  • Flee
  • Luca
  • The Mitchells vs. The Machines
  • Raya and the Last Dragon

Bester Film

  • Belfast
  • Coda
  • Dont' Look Up
  • Drive My Car
  • Dune
  • King Richard
  • Licorice Pizza
  • Nightmare Alley
  • The Power of the Dog
  • West Side Story

Beste Regie

  • Kenneth Branagh (Belfast)
  • Ryusuke Hamaguchi (Drive My Car)
  • Paul Thomas Anderson (Licorice Pizza)
  • Jane Campion (The Power of the Dog)
  • Steven Spielberg (West Side Story)

Beste Kamera

  • Dune
  • Nighmare Alley
  • West Side Story
  • The Tragedy of Macbeth
  • The Power of the Dog

Bester Internationaler Film

  • Drive my Car (Japan)
  • Flee (Denmark)
  • The Hand of God (Italy)
  • Lunana: A Yak in the Classroom (Bhutan)
  • The Worst Person in the World (Norway)

Bester Filmsong

  • Be Alive (King Richard)
  • Dos Oruguitas (Encanto)
  • No Time to Die (No Time to Die)
  • Somehow You Do (Four Good Days)

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