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Die Reaktionen zu Strolz-Gold: „Habe ihn zu einem Start erst überreden müssen"

Johannes Strolz schreibt mit seinem Olympiasieg in der alpinen Kombination ein Ski-Märchen. Nach seiner Ausbootung im ÖSV vor einem Jahr kämpfte sich der Vorarlberger wie sein Vater zu Gold.

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Das ganze rotweißrote Team freute sich mit Johannes Strolz.
© EXPA/JOHANN GRODER

Johannes Strolz (Olympiasieger): "Speziell wegen der Geschichte meines Vaters bedeutet das so viel für mich. Wenn ich daran denke, all die Bilder und die Goldmedaille von meinem Vater, ist es schwer für mich, nicht zu weinen. Ich muss mich zuallererst bei meiner Familie bedanken. Sie haben immer an mich geglaubt, und jetzt ist ein Traum wahr geworden - dieselbe Goldene, die mein Vater gemacht hat. Es bedeutet so viel für mich, weil ich im Sommer nicht mehr im Team war und mich zurückkämpfen musste, bis ich jetzt wieder den vollen Support habe. Die Opfer und die harte Arbeit haben sich doch ausgezahlt. Ich bin ein gutes Beispiel dafür, dass man nie aufgeben soll. Wenn man an sich glaubt, muss man die Chance ergreifen und immer weitermachen. Ich habe schon mit meinem Vater telefoniert, ich bin so überwältigt. Er freut sich für mich, ist stolz auf mich. Es ist ein unglaublicher Moment für unsere Familie. Das Material war perfekt heute, speziell die Abfahrtsski waren absolute Raketen. Ich habe die Ski von Matthias Mayer bekommen, auch die Slalomski waren gut. Ich hatte ein perfektes Gefühl."

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Aleksander Aamodt Kilde (NOR/Silber-Gewinner): "Es ist ziemlich unglaublich. Ich bin fast zwei Jahre keinen Slalom gefahren. Aber ich habe einfach ein gutes Gefühl gehabt. Ich habe es einfach probiert, habe die Ski hingestellt und versucht, im Gleichgewicht zu bleiben. Wenn man gute Ski und gutes Material hat, dann geht es einfacher. Es waren unglaubliche Olympische Spiele."

Andreas Puelacher (Rennsportleiter Österreich Männer): "Er gewinnt in Adelboden, dann hat man gewusst, er ist wahrscheinlich bei Olympia dabei. Dann rufe ich ihn an und sage, er muss eine Abfahrt fahren in Tarvis, weil wir die Punkte brauchen. Zuerst wollte er nicht unbedingt, er wollte sich nur auf den Slalom konzentrieren. Dann habe ich ihn nach langen Telefonaten wirklich überreden können, dass er fährt. Und die Geschichte endet so. Wir haben gewusst, dass er Super-G und Abfahrt sehr, sehr schnell sein kann. Zum Glück haben wir ihn überreden können, dass er die Abfahrtsski auspackt. Jetzt ist er richtig gefestigt. Wenn du Olympiasieger bist, bist du wirklich einer von den guten."

Marko Pfeifer (Technik-Chefcoach Österreich Männer): "Unglaubliche Abfahrtsleistung vom 'Strolzi'. Er ist in den letzten Trainings schon sehr, sehr gute Teilabschnitte gefahren, heute hat er natürlich allen Mut in die Hand genommen und ist den letzten Abschnitt auch noch sehr gut gefahren. Sehr beeindruckend, wie cool er geblieben ist. Er hat es sich natürlich auch ausrechnen können, dass die Chance riesig ist, da etwas Großes zu erreichen. Es zeigt einfach, was er für ein Sportsmann ist und dass er ein gutes Vorbild ist, dass man im Leben nie aufgeben soll. Was er in der Saison erreicht hat und mit der Krönung mit dem Olympiasieg, ist wirklich ein Märchen."

Marco Schwarz (5.): "Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, was ich sagen soll. Es ist brutal bitter, dass es nicht aufgehen will, dass ich den Flow zurzeit nicht finde. Was mich ein bisschen aus dem Strudel rauskommen lässt, ist, dass ich mich brutal für den 'Strolzi' freue. Den habe ich vor dem Tag schon ganz oben auf der Rechnung gehabt. Echt, Hut ab! Dass er sich so zurückgekämpft hat, ist eine megacoole Geschichte. Er steht am Nachmittag im Skiraum und richtet sich seine Ski selber her. Mehr verdienen kann es einer nicht als er."

Raphael Haaser (7.): "Dem Johannes kann ich echt nur gratulieren. Gewaltige Leistung, ich freue mich so für ihn. Er hat sich das so hart erarbeitet und erkämpft. Es freut mich riesig." Über die Alpine Kombination generell: "Natürlich macht eine Kombi Spaß. Ich habe das am Vormittag schon gesagt, dass ich es recht schade finde, dass sie den Bewerb nicht mehr betreiben wollen."


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