Entgeltliche Einschaltung

Hilfe für Tiroler Jugendliche, wenn’s daheim nicht mehr geht

Land Tirol und Stadt Kufstein bieten Wohnangebot für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen an.

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LR Gabriele Fischer (vorne r. ), Bürgermeister Martin Krumschnabel (vorn­e l. ) sowie Petra Sansonse und Manfred Bitschnau von der Tiroler Kinde­r und Jugend GmbH stellten die Einrichtungen vor.
© Land Tirol/Dorfmann

Kufstein – Manchmal geht der Halt verloren. Selbst bei Familien, in denen sich die Eltern liebevoll um ihre Kinder kümmern, kann’s schiefgehen. Können Jugendliche, wenn dann noch oft der „falsche“ Freundeskreis dazukommt, tief abrutschen. Drogen, Alkohol und offene Revolte gegen die Eltern sind die Folge. Genauso kann es zur Überforderung der Eltern selbst kommen oder das soziale Umfeld derart zerrüttet sein, dass Kinder geschützt und aus der Familie genommen werden müssen. Dann müssen Profis eingreifen. Zudem muss eine vorübergehend neue Lebenssituation für die jungen Menschen geschaffen werden, wie Petra Sansone, Geschäftsführerin der Tiroler Kinder und Jugend GmbH, und Manfred Bitschnau, Fachbereichsleitung fleX – Beratung Begleitung Wohnen, Tiroler Kinder und Jugend GmbH, berichten.

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Für diese neue Lebenssituation gib es in Kufstein seit 2013 das „Turntable – Krisen- und Übergangswohnen“ und seit 2020 „baseCamp – betreutes Wohnen für Jugendliche“. 30 bis 40 junge Menschen werden jährlich im Turntable betreut, sechs Wohnungen stehen für langfristiges Wohnen im baseCamp zur Verfügung. Hier bleiben die jungen Menschen engmaschig betreut über Jahre.

Beides sind Einrichtungen, die laut LR Gabriele Fischer vom Land unterstützt werden, weil Kinder und Familien einen wichtigen Platz in der Landespolitik einnehmen. „Wir lassen sie nicht alleine“, meinte Fischer bei einer Pressekonferenz, bei der die Einrichtungen vorgestellt sowie ein Ausbau der längerfristigen Wohnmöglichkeiten angekündigt wurden. In betreuten Wohnformen werden Jugendliche individuell begleitet, sie erleben dort oft zum ersten Mal Kontinuität und Struktur, so Fischer.

Verlässlicher Partner ist dabei die Stadt Kufstein, die nicht nur Räume finanziert, sondern auch beim Anmieten behilflich ist. Laut Bürgermeister Martin Krumschnabel ist das Engagement Vize-BM Brigitta Klein zu verdanken, die 2013, also in er vergangenen Amtsperiode, in der die Parteifreien noch keine Mehrheit im Stadtrat hatten, „auch viel Überzeugungsarbeit dafür leisten musste“. Er wünscht sich einen bezirksweiten finanziellen Schulterschluss. „Es gibt auch am Land nicht nur eine heile Welt“, verweist er darauf, dass diese Einrichtungen nicht nur Kufsteinern nützen. (wo)


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