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15-Jähriger erschießt Eltern und Bruder: Dreifachmord schockt Spanien

Im Streit um schlechte Schulnoten soll ein Jugendlicher in Spanien seine Eltern und seinen zehnjährigen Bruder mit einem Jagdgewehr getötet haben. Die Tat blieb drei Tage lang unentdeckt.

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Mit dem Jagdgewehr des Vaters soll der 15-Jährige zunächst seine Mutter und den kleinen Bruder und später auch den Vater getötet haben.
© Hans Klaus Techt

Madrid – Vermutlich nach einem Streit um schlechte Schulnoten hat ein 15-Jähriger in Spanien seine Eltern und seinen kleinen Bruder umgebracht. Der Bursche habe mit dem Jagdgewehr des Vaters im Haus der Familie in Algoda bei Elche in der Provinz Alicante zunächst die Mutter erschossen, sagte ein Polizeisprecher. Anschließend habe er mit der Waffe den zehnjährigen Bruder und zwei Stunden später auch den Vater getötet.

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Der Dreifachmord schockte ganz Spanien – und insbesondere die 230.000 Bewohner zählende Stadt Elche im Osten des Landes – wie kaum eine andere Tat seit langem. Bürgermeister Carlos Gonzalez rief am Wochenende eine dreitägige offizielle Trauer aus. "Wir sind alle tief erschüttert, die ganze Stadt ist entsetzt", sagte Gonzalez am Samstag im Fernsehen nach einer Schweigeminute vor dem Rathaus. "Das sind absolut schreckliche und unerklärliche Ereignisse."

Den bisherigen Erkenntnissen zufolge geschah die Tat bereits am vorigen Dienstag. Nachdem er seine Mutter und seinen Bruder erschossen hatte, wartete der Bursche demnach etwa zwei Stunden lang, bis der Vater nach Hause kam – und erschoss dann auch diesen. Die Leichen habe der Jugendliche in einen nahe gelegenen Schuppen geschleppt, sagte der Polizeisprecher. Er habe die Taten inzwischen gestanden und sei festgenommen worden.

Nachbarin alarmierte Polizei

Die Tat blieb drei Tage lang unentdeckt. Der Jugendliche sei in dieser Zeit der Schule ferngeblieben und habe als Grund angegeben, sich mit Corona infiziert zu haben, hieß es in einem Bericht der Zeitung "El Mundo" vom Sonntag unter Berufung auf die Ermittler. Die Morde seien am Freitag ans Licht gekommen. Als eine Nachbarin den Burschen gefragt habe, wo denn die Eltern seien, habe der Schüler die Morde eingeräumt. Die Frau habe daraufhin umgehend die Polizei alarmiert.

Unter Berufung auf die Ermittler berichteten "El Mundo" und andere Medien, der 15-Jährige sei bei einem ersten Verhör "ungewöhnlich emotionslos und gelassen" gewesen. Er habe zunächst keine Reue gezeigt und im Gespräch mit Beamten auch alles eingeräumt. Man wolle nun der Tat aber genau auf den Grund gehen und unter anderem auch herausfinden, ob der Bursche geistig verwirrt oder krank sei.

Nach Medienberichten hatten die Eltern dem 15-Jährigen wegen seiner schlechten Schulleistungen den Internetzugang gesperrt. Außerdem habe er sich geweigert, bei der Feldarbeit zu helfen. Die Polizei bestätigte diese Details auf Anfrage nicht - die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, hieß es. (APA, dpa)


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