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Fischotter im Alpenzoo: Auch im kalten Wasser fühlen sie sich wohl

Fischotter haben ungemein viele Haare, die sich zudem wie ein Reißverschluss ineinander verhaken und so vor der Kälte und Nässe schützen.

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Im Wasser fühlen sich die Otter pudelwohl.
© Alpenzoo

Fischotter, Wassermarder, wissenschaftlich „Lutra lutra“, was zu Deutsch „Wassertier“ bedeutet – das sind die Namen des Marders, der so viel Zeit im Wasser verbringt. Was macht er da? „Er ist ständig auf Suche nach seiner Leibspeise. Und das sind Fische. Aber auch Wasserschnecken, Enten, Muscheln, Frösche und Krebse mag er sehr gern, wenn er beim Fischfang keinen Erfolg hat“, erzählt Corina Lang vom Alpenzoo.

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📽️ Video | Die Fischotter im Alpenzoo

Am liebsten geht er auf die Jagd, wenn er sich ungestört fühlt, und dies fällt meistens in die Dämmerungs- bzw. Nachtstunden. Aber wie soll er denn da Fische sehen? „Ganz einfach: Vielleicht sind dir schon einmal die unzählig vielen „Schnurrhaare“ im Gesicht des Fischotters aufgefallen. Schnurren kann der Fischotter nicht, deswegen nennt man sie bei ihm auch Tasthaare oder Vibrissen. Diese hat der Fischotter nicht nur im Gesicht, sondern auch an Ellenbogen und Vorderpfoten. So kann er sich hervorragend bei Dunkelheit und trübem Wasser orientieren und Fische ,erriechen“, sagt Corina.

Da ist aber ein Ottermädchen neugierig, von wem es im Alpenzoo besucht wird!
© Alpenzoo

Der Körperbau des Otters ist ebenfalls auf schnelles Schwimmen ausgelegt. Kurze Beine, kleiner Kopf, Schwimmhäute zwischen den Vorder- und Hinterpfoten, ein stromlinienförmiger Körper und ein sehr muskulöser Schwanz helfen ihm, Fischen auch hinterherzukommen. „Dazu kommt, dass er während der Jagd bis zu 8 Minuten unter Wasser bleiben kann“, so Corina.

Fischotter haben aufgrund ihres hohen Stoffwechsels ständig Hunger: bis zu 1,5 kg frischen Fisch benötigen sie am Tag. Im Vergleich müsste ein Schulkind, das in die 2. Klasse geht und 30 kg wiegt, 12 kg Fisch am Tag essen. Das wären etwa 400 Fischstäbchen!
© Alpenzoo

Auch die Kälte im Winter ist kein Problem für den Fischotter. „Er hat zwar keine Speckschicht, wie z. B. Robben sie haben, dafür besitzt er ein grandioses Fell: bis zu 50.000 Haare befinden sich auf 1 cm2 – das ist unglaublich viel! Ein Mensch hat auf seinem Kopf auf 1 cm2 gerade einmal 300 Haare. Zudem verhaken sich die Haare des Fischotters wie ein Reißverschluss, den man zumacht: Dadurch schließt der Pelz Luftbläschen ein, die den Fischotter immer trocken und warm halten“, sagt Corina.

Im Alpenzoo leben derzeit drei Fischotter: Azuki und Otti sind ein Paar und wohnen im Gehege gegenüber ihren Verwandten, den Baummardern. Ein junges Fischotterweibchen, das als kleiner Welpe mutterlos in der Natur gefunden wurde und nun von den Tierpflegern des Alpenzoos betreut wird, wohnt im unteren Gehege gegenüber den Zwergmäusen. Komm doch mal vorbei und besuche die kleine, verspielte Dame! (wa)

Der Europäische Fischotter ist ein Einzelgänger und trifft sich nur zur Paarung mit einem Artgenossen. Nach ca. 60 Tagen kommen ein bis drei Welpen, das sind Fischotterjunge, zur Welt. Nach etwa einem Monat öffnen sie zum ersten Mal ihre Augen.
© Alpenzoo

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