Entgeltliche Einschaltung

Verkehrsrowdys in Österreich sollen mit bis zu 10.000 Euro gestraft werden

Verkehrsministerin Gewessler will striktere Strafen gegen Verkehrsrowdys verhängen. Eine heute in Begutachtung geschickte Novelle des Kraftfahrgesetzes (KFG) soll die schnellere Abnahmen von Kennzeichen und Autoschlüssel ermöglichen.

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Treffen der Tuning-Szene – wie hier am Wörthersee – sind Verkehrsministerin Gewessler ein Dorn im Auge.
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Wien – In Österreich soll künftig schärfer gegen Verkehrsrowdys vorgegangen werden. Die Höchststrafe für Wiederholungstäter werde auf 10.000 Euro heraufgesetzt, kündigte Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) am Freitag in Wien an. Im Fokus seien nicht nur Raser, sondern auch Fahrer, die viel Lärm verursachten oder durch Drift-Einlagen die Luft verpesteten. "Schlechte Luft durch sinnlose Manöver ist rücksichtslos", sagte Gewessler. Verkehrsrowdys müssten damit rechnen, dass künftig ihr Fahrzeug sofort – ohne weitere technische Überprüfung – stillgelegt werde.

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"Die meisten Menschen in unserem Land halten sich im Straßenverkehr an die Regeln", betonte Gewessler. "Wir sehen aber, dass sich in den vergangenen Jahren Berichte häufen über einzelne Tuning-Treffen, Veranstaltungen, bei denen von manchen der Teilnehmer all diese Regeln über Bord geworfen werden", so die Ministerin weiter. Gerade der Wörthersee habe sich zu einem Hotspot für solche Ereignisse entwickelt, worunter die Menschen vor Ort leiden würden.

Tuning-Treff stört Anrainer

Auch Kärntens Verkehrsminister Sebastian Schuschnig (ÖVP) bestätigte das vor allem die Tuning-Szene sich mit ihren jährlichen Treffen in Kärnten zu einer immensen Belastung für die Bevölkerung entwickelt habe. "Die Veranstaltungen am Wörthersee und Faaker See ziehen auch Autofans aus Deutschland und anderen Ländern an. Der Lärm und die Gefahr durch Straßenrennen in bewohnten Gebieten brächten die Anwohner zur Verzweiflung", so Schuschnig.

Die Novelle des Kraftfahrtgesetzes soll Erleichterungen für die Bevölkerung schaffen und geht nun in eine mehrwöchige Begutachtungsphase im Nationalrat. (APA/dpa)

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