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Arbeitskräftemangel in Osttirol: „Lieber Auspendler holen als Drittstaatler“

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Lienz – Den Mangel an Facharbeitern, den heimische Unternehmen deutlich spüren, bestätigt Reinhard Lobenwein, Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer Lienz. „Dennoch halte ich den Vorstoß der NEOS, Osttirol zu einer Modellregion für Lehrlinge aus Drittstaaten zu machen, für nicht zielführend.“

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Sprachkurse im Sommer in Lienz und wenige Wochen vor Lehrbeginn anzubieten, sei viel zu spät. Die Sprache sollten sich Interessenten noch in ihrem Heimatland aneignen. „Außerdem kann es persönlich schwierig sein, in so jungem Alter, weit weg von der Familie, dem gewohnten Umfeld und der eigenen Kultur, erfolgreich eine Ausbildung zu absolvieren. In größeren Städten gibt es jeweils soziale Gemeinschaften, die Halt geben können.“

Lobenwein hält den Geburtenrückgang für eine natürliche Ursache des Arbeitskräftemangels in Osttirol. „Nur ein Bündel von Maßnahmen kann wirken.“ Die Lehre werde an Ansehen gewinnen, damit steige auch der Lohn. Großes Potenzial sieht die Wirtschaftskammer in den 3000 Auspendlern. Die Job-Messe „Zruck hoam“ im April biete Möglichkeiten. (bcp)

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