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Stiftung Warentest: Datenschutz bei Messenger-Apps problematisch

Stiftung Warentest verglich verschiedene Messenger-Dienste. Nur die Hälfte der Anbieter konnte dabei mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung punkten.

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Stiftung Warentest erklärte den Messenger Signal (Note 2,3) zum Testsieger.
© APA/AFP

Wien – Wer sich um seine persönlichen Daten sorgt, der sollte bei der Nutzung von Messenger-Diensten vorsichtig sein. Wie Stiftung Warentest am Dienstag mitteilte, zeigen mit nur einer Ausnahme 16 getestete Apps "erhebliche Schwächen" bei der Datenschutzerklärung. Auch der Testsieger Signal kam deshalb nicht über die Gesamtnote "Gut" hinaus. Der Datenschutz der weitverbreiteten Anwendung Whatsapp sei "lückenhaft und intransparent", kritisierten die Warentester.

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Messenger im Vergleich

Stiftung Warentest erklärte den Messenger Signal (Note 2,3) zum Testsieger. Signal punktete mit vielseitigen Funktionen und leichter Bedienung. Zudem weißt der Messenger einee überzeugenden Verschlüsselung auf. Viber und Wire bewerten die Warentester als „sehr gut für Nachrichten“. Die Programme teilen sich den zweiten Platz (jeweils Note 2,5) mit Skype, das für Videotelefonie besonders gut geignet sein, jedoch Schwächen bei der Verschlüsselung der Daten aufweist. Der Marktführer Whatsapp teilte sich zusammen mit dem Messenger Line den dritten Platz (Note 2,6).

Positiv werteten die Tester, dass Whatsapp standardmäßig eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verwende. Allerdings sammele die App massenhaft Nutzerdaten und stelle manche davon dem Mutterkonzern Meta (Facebook) zur Verfügung.

Datenschutz

Mit Ausnahme von Wire haben die Expertinnen und Experten übrigens bei allen Apps deutliche Mängel in der Datenschutzerklärung gefunden. Das bedeutet bei der Stiftung Warentest Abwertung und ist Hauptgrund dafür, warum es im Testfeld keine sehr gute Gesamtnote gegeben hat.

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Acht der 16 getesteten Messenger-Dienste bieten demnach den Nutzern eine voreingestellte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ihrer Chats. Bei einigen kostenlosen Anwendungen musste diese extra aktiviert werden. Einzelne Messenger speicherten die Chats sogar unverschlüsselt auf ihren Servern.

Weiteres Testkriterium war die Anzahl der angebotenen Funktionen. So konnten alle Messenger-Dienste mit ihrer Kernfunktion, dem Versenden von Nachrichten, überzeugen, wie Stiftung Warentest mitteilte. Problemlose Telefonate über die Internetverbindung auch bei schlechtem Empfang waren hingegen nur mit Whatsapp möglich. Unterschiede zwischen den Anwendungen gab es demnach auch bei Gruppen-Funktionen, dem Versenden von Dateien und der Durchsuchbarkeit von Chats und Emojis. (APA)


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