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Geiselnehmer in Amsterdam drohte mit Sprengstoffweste

Nachdem die Polizei den Geiselnehmer in Amsterdam festnehmen konnte, fanden die Beamte neben zwei Waffen auch Sprengstoff bei ihm. Am späten Dienstagabend gelang es, das Geiseldrama zu beenden.

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Mit einem Großaufgebot sperrte die niederländische Polizei am Dienstag die Gegend um den Leidseplein ab.
© ANP

Amsterdam – Der Geiselnehmer des Überfalls auf einen Apple-Store in Amsterdam hatte nach Angaben der Polizei Sprengstoff bei sich. Es handelte sich aber nicht um scharfes Explosionsmaterial, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Zunächst hatte es geheißen, dass kein Sprengstoff gefunden worden sei. "Der Verdächtige richtete ständig die Waffe auf die Geisel und drohte, sich in die Luft zu sprengen", sagte der Amsterdamer Polizeichef Frank Paauw. Bei der Verhaftung stellten die Beamten beim Täter zwei Waffen sicher.

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Die Gewalttat endete am späten Dienstagabend glimpflich. Der mutmaßliche Täter wurde überwältigt und dabei schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Geisel, ein Bulgare, blieb unverletzt. Zunächst hatte die Polizei angegeben, der festgehaltene Mann britischer Staatsbürger gewesen. Auch etwa 70 Menschen, die sich zur Zeit des Überfalls in dem Geschäft befanden, konnten unversehrt befreit werden. Stundenlang konnten Bürger über Videos in den sozialen Netzwerken die Vorgänge verfolgen.

📽️ Video | Amsterdam: Geiselnahme endet glimpflich

Großeinsatz der Polizei

Der mutmaßliche Täter war ein 27 Jahre alter Amsterdamer. Er hatte nach Aussagen der Polizei schwer bewaffnet gegen 17.30 Uhr das mehrstöckige Computer-Geschäft betreten und einen Kunden als Geisel genommen. Im Anschluss forderte er 200 Millionen Euro in Kryptowährung. Auf Bildern in sozialen Netzwerken sah man den Mann gekleidet in einen militärischen Tarnanzug mit einer unförmigen Weste. In einer Hand hielt er eine Schusswaffe, die Geisel hatte er im Würgegriff.

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Als die Polizei eintraf, eröffnete der Mann das Feuer. Schwerbewaffnete Spezialkräfte sicherten dann den Platz und umstellten das Gebäude. Gegen 22.30 Uhr gelang dem Bulgaren die Flucht. Der Täter folgte ihm, wurde aber von der Polizei mit einem Auto angefahren.

Erneute Gewalttat

"Für die Stadt ist dies ein schockierendes Ereignis", sagte der stellvertretende Bürgermeister Rutger Groot Wassink. Er wies darauf hin, dass nur wenige Meter entfernt im Sommer 2021 der bekannte Crime-Reporter Peter R. de Vries auf offener Straße ermordet worden war.

Bis in die späte Nacht war der Leidseplein abgesperrt. Theater und Cafés an dem Platz wurden geschlossen. Gepanzerte Fahrzeuge, schwerbewaffnete Spezialkräfte und Helikopter waren stundenlang im Einsatz. (APA)


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