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Bei Innsbrucker Haien klingt’s wie bei Sinatra: „And now the end is near“

Nach der 2:4-Niederlage in Fehervar steht den Haien das vorzeitige Saisonende erneut ohne Play-off-Teilnahme bevor.

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Der beste Assistgeber der Liga punktete in Fehervar im 15. (!) Spiel in Serie – und dennoch steht Mike Huntebrinker mit den Haien vor dem Aus.
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Von Alex Gruber

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Innsbruck – Der Strohhalm, an den sich die Haie vor den letzten beiden Runden im Grunddurchgang im Kampf um Platz zehn klammern können, ist klein. Sehr klein. Denn nach der 2:4-Niederlage in Fehervar und dem gleichzeitigen Grazer Heimsieg über Bozen am Dienstagabend helfen in den letzten beiden Partien bei Tabellenführer Salzburg und zuhause gegen Linz nur noch sechs Punkte weiter, um die Grazer, die ihrerseits keinen einzigen Zähler mehr erobern dürfen, überholen zu können.

„Wir haben noch eine kleine Chance, für die wir alles investieren müssen“, seufzte Cheftrainer Mitch O’Keefe, nachdem er am Mittwoch um 6 Uhr morgens aus dem Bus gestiegen war. Auch der Kanadier hatte keine Erklärung dafür, warum sein Team zu Beginn der Partie in Fehervar derart passiv agierte: „Ich bin absolut enttäuscht, wie wir da aufgetreten sind. Es war nicht fair Tom gegenüber (Goalie McCollum räumte nach 25 Minuten beim Stand von 0:4 das Feld; Anm.). Mit so einer Leistung haben wir uns eine Play-off-Teilnahme auch nicht verdient“, sprach er schonungslos ehrlich.

Es hilft einmal mehr wenig, dass die Haie mit Tim McGauley (4. Platz) und Mike Huntebrinker (6./der beste Assistgeber der Liga) zwei Cracks in den Top Ten der Punkteliste stellen. Am Ende scheint die Suppe im Haifischbecken im Kollektiv wieder zu dünn zu sein, obwohl man vor der langen Corona-Pause im November mit einem Punkteschnitt von 1,77 zwischenzeitlich sogar auf Rang drei lag.

„Mit unserem Schnitt ist man normal im Play-off, aber die Liga ist diese Saison so extrem eng“, blickt O’Keefe auf die Tabelle und fügt Richtung Match in Salzburg an: „Wenn wir dort nicht abliefern, schießen sie uns vielleicht aus der Halle.“

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Geteiltes Leid ist zwar nicht halbes Leid, aber dass sich Titelverteidiger KAC nach fünf Niederlagen in Serie die Top sechs und den direkten Gang ins Viertelfinale wohl abschminken kann, unterstreicht die Härten des Geschäfts in der ICE, wo den Haien eine vierte Play-off-lose Saison droht. Es klingt aktuell stark nach Textpassagen aus dem Klassiker „My Way“ von Frank Sinatra: „And now the end is near. And so I face the final curtain.“ Es sieht so aus, dass der Vorhang fällt ...

ICE-Kommission bestätigte Strafverifizierungen gegen Bozen

Die Covid-19-Sonderkommission der ICE Hockey League hat die erstinstanzliche Strafverifizierung von zwei Partien des HCB Südtirol bestätigt. Die Partien der 37. Runde beim KAC und jene der 39. Runde bei Fehervar AV19 wurden jeweils mit 5:0 für die Gastgeber gewertet. Diese Entscheidung gab die Liga am Donnerstag nach neuerlicher Beratung der Sonderkommission in Folge einer Zurückweisung durch das ständig neutrale Schiedsgericht bekannt.

Bozen hatte sich für die beiden Partien vor zwei Wochen wegen zahlreicher Corona-Fälle im Team für "nicht spielfähig" erklärt und eine Verlegung gefordert. Eine Ärztekommission hatte damals laut Ligaangaben allerdings kein aktives Infektionsgeschehen festgestellt. Demnach hätten die Südtiroler noch genügend einsatzfähige Akteure zur Verfügung gehabt, wobei als solche laut Regulativ auch Spieler aus Kooperationsmannschaften gelten.

Der HCB, im Vorjahr Vizemeister, kämpft als aktueller Tabellenachter in seinem abschließenden Grunddurchgangsspiel am Freitag bei Olimpija Ljubljana noch um die Chance auf einen Platz in den Top sechs der Liga, die fix für das Viertelfinale qualifiziert sind. Die Clubs auf den Positionen sieben bis zehn müssen ins Pre-Play-off. Die letzten Partien des Grunddurchganges stehen am Sonntag auf dem Programm.


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