Ski-Weltcup

FIS schloss Russland und Belarus von Weltcup aus, ÖSV unterstützt Vorgehen

Alexander Bolschunow und das russische Langlaufteam trainierten am Dienstag noch am Holmenkollen. Bei den kommenden Rennen darf die russische Langlauf-Equipe nicht starten.
© ANNIKA BYRDE

Das Saisonfinale im Ski-Weltcup geht ohne SportlerInnen aus Russland und Belarus über die Bühne. Das gab der internationale Ski-Verband FIS am Dienstag offiziell bekannt. Zuspruch kam vom Österreichischen Ski-Verband.

Oslo – Die restliche Ski-Weltcupsaison wird ohne Beteiligung der Teams aus Russland und Belarus stattfinden. Diese einstimmige Council-Entscheidung inklusive ÖSV gab der Internationale Ski-Verband (FIS) am Dienstag bekannt als Folge des Einmarsches der russischen Truppen in der Ukraine. Gemäß den Vorgaben des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gelte der Ausschluss für alle FIS-Sparten und -Wettkampfserien.

Bis dato hatte die FIS laut einem Beschluss in der Vorwoche die Teilnahme der Russen und Belarussen unter Auflagen noch erlaubt. Nun folgte man aber dem Beispiel zahlreicher anderer Verbände und damit einer dementsprechenden Empfehlung des IOC vom Montag. Die nunmehrige Entscheidung sei aber nicht leichtfertig getroffen worden, hieß es in einer Mitteilung mit Bedauern bezüglich der tragischen Ereignisse in der Ukraine und der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Konfliktes.

Der Österreichische Ski-Verband (ÖSV) hatte sich noch am Montagabend in Person von Präsidentin Roswitha Stadlober gegen den Ausschluss Russlands sowohl in Wintersport-Weltcups als auch bei den Paralympics ausgesprochen. Stadlober befürwortete im Interview mit Servus TV eine Starterlaubnis Russlands und von Belarus unter neutraler Flagge ohne Nationenpunkte sowie ohne Hymnen.

Am Dienstag hörte sich das angesichts "dramatischer Entwicklungen in den letzten Stunden" aber ganz anders an. "Wir sind bestürzt über die aktuellen Entwicklungen und sprechen der ukrainischen Bevölkerung unsere Anteilnahme aus. Es kann keinen friedlichen Wettstreit geben, während Zivilisten sterben, ukrainische Sportler als Soldaten ihre Heimat verteidigen und die Sicherheit von Athletinnen und Athleten nicht gewährleistet ist", wurde Stadlober in einer ÖSV-Aussendung zitiert. Man unterstütze deshalb vollumfänglich die Linie des Internationalen Olympischen Komitees und des Internationalen Skiverbandes. (APA, TT.com)

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