Bezirk Reutte

Barrierefreiheit: Mehr Inklusion im Naturpark Tiroler Lech

Gemeinsam mit Menschen mit Behinderung wurden Ideen erarbeitet, wie die Inklusion im Naturpark verbessert werden kann.
© Naturpark Tiroler Lech

Barrierefreiheit und ein erleichterter Zugang zu Informationen rücken in den Fokus.

Von Simone Tschol

Elmen – „Der Naturpark ist für alle da“ lautet das Motto am Lech. Was im ersten Moment logisch erscheint – schließlich kann dort jeder die Natur als Erholungsraum nutzen –, birgt im Detail doch die ein oder andere Problemstellung. Vor allem dann, wenn es, wie im Naturparkhaus, um das Vermitteln von Informationen geht. Dieser Herausforderung wollen sich Geschäftsführung und Mitarbeiter jetzt ganz gezielt stellen.

Der Startschuss für den Entwicklungsprozess fiel kürzlich bei einer Schulung in der Verwaltungszentrale auf der Klimmbrücke. Am Anfang wurden die Naturparkführerinnen und -führer mit den Grundlagen zum Thema Inklusion vertraut gemacht, wonach jeder Mensch ganz natürlich dazugehört. Das Fundament dafür bildet die UN-Behinderten-Rechts-Konvention, in der die Rechte der Menschen mit Behinderung verankert sind. Zum Beispiel auch, dass jeder Mensch das Recht hat, an der Gesellschaft teilzunehmen – in allen Lebensbereichen. Deshalb müssen diese Lebensbereiche barrierefrei sein.

Da auch Menschen mit Behinderung beim Workshop anwesend waren, bekamen die Teilnehmer zudem die Möglichkeit, die Perspektive zu wechseln, das Naturparkhaus mit einem Rollstuhl zu erkunden und einen Text in „Leichte Sprache“ zu übersetzen. Diesem Punkt wurde besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Denn während das Naturparkhaus über einen Aufzug barrierefrei zu erreichen ist, müssen die dort erhältlichen Informationen rund um den Naturpark, seine Ziele und Angebote völlig neu gedacht werden. „Menschen mit Behinderung müssen die Information auch verstehen. Deshalb muss sie entweder in Leichter Sprache verfasst sein, in Braille-Schrift aufgelegt oder in Gebärdensprache vermittelt werden“, erklärt Isbella Hilti, die seit gestern als Geschäftsführerin im Naturpark Tiroler Lech tätig ist.

Neben dem Neubau der Naturparkzentrale, die jetzt im Frühjahr starten soll, wartet also noch jede Menge Arbeit auf Isabella Hilti und ihr Naturparkteam.

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