Eisschnellauf

Vanessa Herzog für Sprint-WM in Hamar optimistisch

Vanessa Herzog wurde bei Olympia in Peking über 500 Meter Vierte.
© AFP/WANG ZHAO

Hamar wird am Wochenende das Zentrum des Eisschnelllaufs: Nach der Sprint-WM am Donnerstag und Freitag wird am Wochenende die Mehrkampf-WM ausgetragen.

Hamar – Für die am Donnerstag im norwegischen Hamar startende Eisschnelllauf-Sprint-WM ist Österreichs Teilnehmerin Vanessa Herzog optimistisch. "Zwei nach so langer Zeit endlich schmerzfreie und wirklich gute Rennen bei den olympischen Spielen haben Lust auf mehr gemacht. Ich habe wieder so viel Spaß am Eis und mit der Sprint WM, die für uns die Königsdisziplin ist, generell noch eine Rechnung offen", sagte sie im Vorfeld des Bewerbs.

Hamar wird am Wochenende das Zentrum des Eisschnelllaufs: Nach der Sprint-WM am Donnerstag und Freitag wird am Wochenende die Mehrkampf-WM ausgetragen. Doch wie derzeit alle sportlichen Events stehen auch diese Bewerbe unter dem Eindruck der russischen Invasion in der Ukraine. Die Internationale Eislauf-Union hat wie viele andere Verbände Athleten aus Russland und Belarus von allen Bewerben ausgeschlossen.

Für Herzog bedeutet dies weniger Konkurrenz. Die Olympia-Vierte über 500 m sieht zum Beispiel die Bronzemedaillen-Gewinnerin Angelina Golikowa, die in Peking sieben Hundertstel vor Herzog geblieben war, in Hamar sicher nicht wieder. Leicht wird es wohl dennoch nicht: "Man wird sehen, wer am Ende der Saison noch Kraft hat. Ziel sind vier gleichmäßig starke und schnelle Rennen ohne Ausreißer. Hamar und das Eis hier mag ich generell sehr gerne weil es schnell ist und viel Grip hat", sagte Herzog, die einen Topplatz anpeilt.

Bisher fehlt Österreichs Sportlerin des Jahres 2019 im zweitägigen Mehrkampf, der aus jeweils zwei Rennen über 500 und 1.000 Meter besteht, die in Punkte umgerechnet und zusammengezählt werden, noch eine WM-Medaille. Dafür eroberte sie 2019 den Europameistertitel im Sprintvierkampf. Die großen Favoritinnen auf den Titel kommen mit Femke Kok und Jutta Leerdam aus den Niederlanden. Am Start ist auch die 1.000-m-Olympiasiegerin Miho Takagi aus Japan. Die Peking-Siegerin über 500 m, Erin Jackson aus den USA, hat hingegen nicht genannt.

Bei der Mehrkampf-WM am Wochenende sind wie immer die mit einer Armada angereisten Niederländer, angeführt von Dreifach-Olympiasiegerin Irene Schouten und 1.000-m-Olympiasieger Thomas Krol, bei den Favoriten. Am Start ist aber auch der schwedische Doppel-Olympiasieger auf den Langstrecken, Niels van der Poel. Im Vikingskipet von Hamar, einer der größten Eislaufhallen Europas, hat übrigens vor 28 Jahren Emese Hunyady die Goldmedaille für Österreich bei den Winterspielen von Lillehammer erobert. (APA)

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