Entgeltliche Einschaltung

Eltern- und Schülervertreter für freiwillige mündliche Matura

Mit Freiwilligkeit könnte Rücksicht auf die schwierigen Umstände des Maturajahrgangs genommen und gleichzeitig die Eigenverantwortung und Selbstständigkeit gestärkt werden, meinte Helmuth Schütz, Vizepräsident des Bundeselternverbandes.

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Schüler demonstrieren am 26. Jänner 2022 in Wien gegen das Wiederaufleben der verpflichtenden mündlichen Matura.
© APA/Steinmaurer

Salzburg, Wien – Eine mündliche Matura, zu der man freiwillig antreten kann: Das forderten heute Helmuth Schütz, Vizepräsident des Bundeselternverbandes, und Stijn Maas, Sprecher der Aktion kritischer Schüler, bei einem gemeinsamen Pressegespräch in Salzburg. Mit Freiwilligkeit könnte Rücksicht auf die schwierigen Umstände des Maturajahrgangs genommen und gleichzeitig die Eigenverantwortung und Selbstständigkeit gestärkt werden, meinte Schütz.

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Als Vertreter des Bundeselternverbands und Salzburger Landesobmann empfehle er die Teilnahme, „da der Mut und das gemeinsame Erfolgserlebnis lange anhalten und motivieren". „Für uns ist die Freiwilligkeit ein probates Mittel, um allen Bedürfnissen gerecht zu werden", hofft Schütz auf ein Überdenken der bisherigen Pläne des Ministeriums. Es sei unverständlich, dass für jene Schüler, die seit zwei Jahren unter den Bedingungen der Pandemie lernen, nicht die gleichen Erleichterungen gewährt werden, wie sie die Maturanten 2020 schon nach sechs Wochen Lockdown hatten. So mache das Ministerium einen der wichtigsten Lerneffekte der Pandemie – nämlich Selbstständigkeit und Eigenverantwortung – wieder zunichte.

Der Schulbetrieb sei mit Omikron komplexer und volatiler als je zuvor. Allein in den ersten zwei Februarwochen wären in Tirol 30 Prozent der Abschlussklassen in Distance Learning gewesen, nannte Schütz als Beispiel.

Die Erleichterungen bei der Matura dürften keine Dauerlösung sein, stellten sowohl Schütz als auch Maas klar. Ganz im Gegenteil: Es brauche eine Aufwertung der Matura. Deshalb sollte man die Energie jetzt nützen, um nicht zur Normalität zurückzukehren, sondern gemeinsam mit allen am Schulsystem beteiligten über Maßnahmen nachzudenken, wie die Matura verbessert werden könne.

Der Maturajahrgang 2022 solle als Beweis für eine „neue Normalität" herhalten, ärgerte sich Maas. Doch die Normalität werde es an den Schulen noch lange nicht geben. Es brauche eine an die Realität angepasste freiwillige Matura, forderte Maas: „Wir können am besten einschätzen, ob wir das schaffen oder nicht." (APA)


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