Auto-Test

Mazda2 Hybrid: Wer ausleiht, der gedeiht

Optisch unterscheidet sich der Mazda2 Hybrid von den konventionell angetriebenen Mazda2-Varianten. Technisch ist er zudem komplexer gestaltet, deshalb beträgt der Basispreis 21.790 Euro.
© Höscheler

Mazda profitiert von der Zusammenarbeit mit dem japanischen Rivalen Toyota und kann im Mazda2 nun dessen bewährte Hybridtechnik verwenden.

Von Markus Höscheler

Ossiach – Im internationalen Vergleich zählt sich Mazda eher zu den kleineren Herstellern. Das bedeutet: Manches kann das Unternehmen selbst kreieren, manches muss es zukaufen. Als besonders sensibel für die Branche gilt normalerweise die Antriebstechnik. Und hier hat Mazda immer wieder eigene Zeichen setzen können, etwa mit der Verwendung des seltenen Wankelmotors oder mit selbstzündenden Benzinmotoren (Skyactiv X). Gleichwohl ist sich das Management nicht zu schade, auch bei der Konkurrenz anzuklopfen und um Leihgaben zu bitten. Das Resultat dieser Bemühungen ist der nun auf dem Markt lancierte Mazda2 Hybrid. Der ist im Wesentlichen nichts anderes als ein leicht adaptierter Yaris Hybrid. Mazda profitiert folglich von der Hybridexpertise, die sich Toyota in den vergangenen drei Jahrzehnten intensiv erarbeitet hat. Entsprechend sollten die Basisdaten des Mazda2 Hybrid nicht wirklich überraschen: Zum Einsatz kommen ein Benzin- und ein Elektromotor, die zusammen 116 PS leisten und am Prüfstand lediglich 3,8 Liter Treibstoff je 100 Kilometer in Anspruch nehmen. Der CO2-Ausstoß beläuft sich auf 87 Gramm je Kilometer.

Und in der Praxis: Da fährt der Mazda2 Hybrid zumindest annähernd so sparsam wie prophezeit. Bei der ersten Ausfahrt rund um Kärntner Seen zeigte der Bordcomputer 5,0 Liter Durchschnittsverbrauch je 100 Kilometer an, inklusive eines größeren Autobahnanteils. Das Zusammenspiel der beiden Aggregate mit dem stufenlosen Getriebe und dem Vorderradantrieb geht ruhig vonstatten, bei stärker durchgedrücktem Gaspedal wird der Verbrennungsmotor erwartungsgemäß lauter. Vor allem im Stadtverkehr fährt der Mazda2 Hybrid teilweise immer wieder rein elektrisch, was hilft, den Benzinkonsum nach unten zu drücken.

Mazda Austria erhofft sich durch die Hereinnahme des Mazda2 Hybrid ins Sortiment ein Zusatzgeschäft, vor allem bei den Stammkunden. Rund 500 Einheiten, so rechnet das Management rund um Geschäftsführer Heimo Egger, sollen noch in diesem Jahr neue Eigentümer finden. Die haben die Auswahl: drei Ausstattungsniveaus und drei Zusatzpakete.

Den Start übernimmt Pure mit dem Preis von 21.790 Euro. Diese Variante enthält 15-Zoll-Stahlfelgen, Halogenscheinwerfer, 7-Zoll-Farbdisplay, elektrische Fensterheber vorne und eine Reihe von Assistenzsystemen. Darüber rangiert Agile mit 15-Zoll-Alufelgen, 8-Zoll-Farbdisplay, Rückfahrkamera und beheizbaren Vordersitzen. Hierfür sind 23.790 Euro fällig. Schließlich gibt es noch Select, verfügbar ab 26.790 Euro. Hier kommen 16-Zöller zur Anwendung, außerdem LED-Scheinwerfer und Teillederausstattung.

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