Ski Alpin

Auch Herren-Chef Puelacher tritt ab, ÖSV will Tiroler halten

Die beiden alpinen Rennsportleiter Christian Mitter (links) und Andreas Puelacher orientieren sich nach Saisonende neu.
© Falk

Kvitfjell – Der doch recht kurzfristig anberaumten Zoom-Konferenz wollte auch die Verbandsspitze beiwohnen. Durchaus ein Zeichen der Anerkennung und des Respekts. Weil sich Präsidentin Roswitha Stadlober gerade auf dem Weg zum Flughafen befand, war es ÖSV-Geschäftsführer Christian Scherer vorbehalten, den mit Winter-Ende scheidenden Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher zu würdigen. „Andi ist einer der erfolgreichsten Herren-Cheftrainer der Verbandsgeschichte und wir werden uns bemühen, solch eine Persönlichkeit im Verband zu halten.“

Die Frage bleibt, in welcher Funktion. Einen Bürojob schloss der 57-Jährige jedenfalls aus. „Das ist nicht meins. Ich werde nicht in einem Büro sitzen und Excel-Tabellen schreiben oder Fluglisten erstellen.“

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Puelacher sprach von einer „sehr schwierigen Entscheidung“ und einer, die er eigentlich erst beim Saisonfinale kundtun wollte. Doch das Ganze sei nun eben ein „bissl explodiert“, im medialen Sinne.

Bereits bei den Olympischen Spielen hätte er seine Zukunfts-Entscheidung getroffen und in Innsbruck am Donnerstag vergangener Woche ein Gespräch mit Sportdirektor Anton Giger geführt. „Es war kein einfaches, aber ein gutes Gespräch. Mit viel Diskussionsstoff. Am Ende habe ich Toni gesagt, dass ich meine Arbeit mit Ende der Saison beende.“ Anschließend habe er ÖSV-Präsidentin Stadl-ober und Generalsekretär Scherer informiert.

Puelacher, der den Job im April 2014 übernommen hatte und zuvor Gruppentrainer war, betonte, dass es keine Unstimmigkeiten mit dem ÖSV gibt. Dass „keine einfachen, mitunter harten“ Diskussionen in Bezug auf Kader, Aufstellungen oder in welche Richtung man arbeitet aber ganz normal und vorgekommen seien. Näher ins Detail ging er nicht.

Rückblickend meinte der dreifache Familienvater, es sei eine „Zeit, in der wir sehr viel Erfolg hatten“ gewesen. Es habe auch immer wieder Rückschläge gegeben, für ihn besonders schwierig seien die Verletzungen von Athleten gewesen. Man habe eine homogene Mannschaft, habe bei Großereignissen immer sehr gut abgeschnitten. „Ich glaube, jetzt ist der richtige Zeitpunkt. In drei Jahren haben wir eine Heim-WM, die nächsten Olympischen Spiele sind in vier Jahren. Ich glaube, es ist für die Mannschaft vielleicht auch ganz gut, wenn ein neuer Wind kommt – ein anderer Wind.“ (m.i., APA)

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