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Weltcup auf der Zielgeraden: Die Kristallkugeln kamen ins Rollen

So gut wie gefallen ist bereits jetzt die Entscheidung im Gesamtweltcup der Herren. Aleksander Aamodt Kilde verzichtet auf die Riesentorläufe in Kranjska Gora, dadurch ist Marco Odermatt die große Kristallkugel fast nicht nicht mehr zu nehmen.

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Der Schweizer Marco Odermatt (l.) kann schon die Gratulationen von Aleksander Aamodt Kilde zum Gesamtweltcup-Sieg entgegennehmen.
© FABRICE COFFRINI

Kvitfjell - In den Kvitfjell-Rennen der alpinen Ski-Männer hat sich entschieden, dass Österreich ohne Kugelgewinn in den Speed-Disziplinen bleiben wird. Im Super-G machte Aleksander Aamodt Kilde mit seinem Sieg auch das kleine Kristall vorzeitig perfekt. In der Abfahrt ist Matthias Mayer mit 84 Zähler Rückstand auf den Norweger nur noch die theoretische Chance geblieben. Mit den Rennen in Flachau, Kranjska Gora und Meribel/Courchevel verabschiedet sich Rennsportleiter Andreas Puelacher.

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So gut wie gefallen ist bereits jetzt die Entscheidung im Gesamtweltcup. Im Slalom am Mittwoch in Flachau sind weder der Schweizer Marco Odermatt noch Kilde am Start, der Norweger lässt am kommenden Wochenende aber auch die beiden Riesentorläufe in Slowenien aus. In seiner Comeback-Saison nach dem im Jänner 2021 erlittenen Kreuzbandriss bestritt er noch kein Rennen in dieser Disziplin, in der der frühere Junioren-Weltmeister seit Jänner 2018 im Weltcup immerhin zehnmal in den Top Ten war.

"Das Programm ist so eng und die Abfahrtskugel ist jetzt wichtiger für mich, als noch alles für die große Kugel zu probieren. Dafür sind mein Knie und mein Körper nicht in Form, ich muss Prioritäten setzen", sagte Kilde, der in der Gesamtwertung 189 Zähler Rückstand auf Odermatt hat. "Er hat sich die Kugel verdient, er ist unglaublich gefahren in dieser Saison. Jetzt kann er ruhig bleiben, genießen und die Kugel mitnehmen", richtete Kilde, der Gesamtweltcupsieger von 2019/20, Odermatt aus.

Der 24-jährige Odermatt, der auch mit Kugelchancen in Abfahrt und Super-G nach Kvitfjell gereist war, gilt im Riesentorlauf als Topfavorit auf das kleine Kristall. Der Olympiasieger gewann im Weltcup vier von fünf Saisonrennen, hat drei Bewerbe vor Schluss 480 Zähler auf dem Konto, es folgen der Tiroler Manuel Feller (261) und der Norweger Henrik Kristoffersen (253). Weit offener ist noch das Rennen um die Slalom-Kugel mit dem derzeit führenden Kristoffersen, da könnte zur Wochenmitte in Salzburg eine Vorentscheidung fallen.

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Mayer wird das aus der Ferne betrachten. Er war in Kvitfjell nach Platz drei in der ersten Abfahrt noch voll im Kugelrennen dabei, hatte im zweiten Rennen Pech mit der Sicht und musste nach Platz elf den Traum vom ersten Kristall abhaken. Im Super-G reichte der dritte Rang nicht, um das Rennen noch offen zu halten. Der Olympiasieger im Super-G und Bronzemedaillengewinner in der Abfahrt hielt sich nicht mit irgendwelchen hadernden Gedanken auf, freute sich vielmehr über die konstanten Leistungen in diesem Winter. Zwölf Top-Sechs-Plätze stehen zu Buche, er gewann ein Rennen, war je dreimal Zweiter und Dritter.

ÖSV-Herren schmerzt Puelacher-Abschied

"Ich bin sehr konstant auf das Podest gefahren, das ist genau das, wo wir mit unserer Gruppe hinwollen", sagte Mayer. Eine Gruppe, die in Zukunft ohne Puelacher auskommen wird müssen. "Mit Andi arbeite ich seit zehn Jahren, es war immer eine sehr gute Zusammenarbeit, wir waren sehr erfolgreich. Ich möchte ihm danken und alles Gute für die Zukunft wünschen", sagte Mayer. Aber es werde weitergehen, und der nächste werde es auch gut machen. Wer das sein wird? "Ich habe keine Ahnung und lasse mich auf keine Gerüchte ein."

Auch Vincent Kriechmayr, der mit seinem Kvitfjell-Tagen (57. und 6. in Abfahrten, 7. Super-G) überhaupt nicht zufrieden war, bedauert den Abgang Puelachers. "Wir Athleten hatten ein sehr gutes Verhältnis mit Andi. Er ist nicht nur einer der erfolgreichsten Cheftrainer in der Geschichte des ÖSV, er hat eine super Persönlichkeit, einen lässigen Charakter. Schade, dass er uns verlässt." Puelacher sei ein Weltklassetrainer mit einem unglaublichen Fachwissen, der einen Haufen Angebote bekommen werde, was ihm zu vergönnen sei. (APA)


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