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„Gemeinsam sicher“: Tanzen am Schulweg in Landeck jetzt erlaubt

Die Stadt Landeck verordnet eine temporäre Sperre für eine gefährliche Straße auf dem Weg zur Schule.

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Neue Schulweg-Sicherheit in Landeck: Auf der von Schülern stark frequentierten Gemeindestraße westlich des Gymnasiums gilt ein Fahrverbot.
© Wenzel

Landeck – Auf der einen Seite senkrechter Fels, auf der anderen Seite ein senkrechter Abhang, dazwischen ein drei Meter breiter Asphaltstreifen als Fahrbahn: Das ist der gehsteiglose Perjener Weg, eine Gemeindestraße in Landeck, die Hunderte Kinder und Jugendliche täglich als Schulweg nutzen – zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

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Gleichzeitig quält sich motorisierter Verkehr durch das gefährliche Nadelöhr. Wobei eine Begegnung zweier Pkw gar nicht möglich ist – einer muss immer in der Ausweichnische warten.

Anrainern war die Situation ebenso ein Dorn im Auge wie der Polizei, Stadtgemeinde, Gym-Direktor Otto Siegele sowie Elisabeth Steinlechner als Koordinatorin der Land-ecker Klima- und Energiemodellregion (KEM). Als Sicherheitspartner bastelten sie alle an einer Lösung im Rahmen der Initiative „Gemeinsam sicher“ des Innenministeriums: Am Ende des Tages verordnete Bürgermeister Herbert Mayer ein temporäres Fahrverbot – von 6.45 bis 7.45 Uhr an Schultagen, gültig ab 14. März. „Ich bin überzeugt, wir haben eine gute Lösung im Sinne der Schüler und Eltern gefunden“, kommentierte Stadtchef Mayer. „Autofahrern ist das Fahrverbot und der damit verbundene Umweg zumutbar.“

Die Polizei unterstütze das Projekt als Systempartner und spiele die „Moderatorenrolle“, sagte Bezirkspolizeichef Christoph Patigler, zugleich Sicherheitskoordinator für den Bezirk Landeck.

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Dass die vor Schulbeginn stark frequentierte Straße nur noch Fußgängern und Radfahrern gehört, könne sie nur begrüßen, sagte KEM-Koordinatorin Steinlechner. „Der Verkehr hat mich seit Jahren gestört. Aber die Schüler haben jetzt einen stressfreien Schulweg. Sie können sich auch tanzend in Richtung Schule bewegen.“ Sie sei dankbar für die „gelungene Kooperation“. Gym-Direktor Siegele wertet das Fahrverbot ebenfalls als erfreulich. Er geht noch einen Schritt weiter und plädiert: Im Sinne von Umwelt- und Klimaschutz würde er es begrüßen, wenn Schüler mit weitem Weg auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, anstatt sich mit dem elterlichen „Schultaxi“ kutschieren zu lassen. (hwe)


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