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Volle Sattelzüge: Paketweise Hilfe für die Ukraine aus Tirol

In Osttirol und im Außerfern gibt es Sachspenden-Aktionen, die ganze Sattelzüge füllen.

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Gut verpacken und genau beschriften, das ist für den reibungslosen Ablauf der Aktion wichtig, sagt die Lienzerin Alexandra Urso-Tabernig.
© Oblasser

Lienz, Breitenwang – Die Menschen in der Ukraine leiden furchtbar unter dem Krieg, der das Land erschüttert. Es fehlt an allem. In Tirol gibt es viele Menschen, die helfen wollen.

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Auch in Lienz werden Hilfsgüter gesammelt, Organisatorin ist Alexandra Urso-Tabernig. Die Unternehmerin hat schon 2015 eine ähnliche Aktion für Flüchtlinge aus Syrien und den angrenzenden Ländern durchgeführt. Dank der Spendenbereitschaft in Osttirol wurden damals fünf Lkw mit Waren gefüllt.

Diesmal läuft die Sammlung vom 13. bis einschließlich 20. März. „In dieser Zeit stehen in Lienz am Tschapeller Parkplatz – das ist hinter dem Atelier Marianna – zwei Sattelschlepper bereit“, sagt Urso-Tabernig. Von 10 bis 17 Uhr kann man seine Warenspenden dort abgeben. Einer der Lkw fährt nach Klagenfurt zu einem Warenlager. Der andere bringt die Hilfsgüter nach Polen, bis an die Grenze zur Ukraine.

Gefragt sind haltbare Lebensmittel wie Reis und Zucker, Hygieneartikel wie Zahnpasta, Seife, Babywindeln und Einweghandschuhe, auch Druckverbände und rezeptfreie Medikamente. Alle Details teilt Urso-Tabernig unter 0664/5013658 mit. „Meine große Bitte: Nicht einzelne Dinge bringen, sondern mehrere gleiche Artikel in einen Karton schlichten, gut verpacken und beschriften“, appelliert die Organisatorin. „Wenn möglich, auch auf Englisch.“

Im Außerfern ist eine ähnliche Aktion bereits erfolgreich über die Bühne gegangen. Ein Sattelzug voller Hilfsgüter hat am Wochenende sein Ziel in der Woiwodschaft Lubuskie in Polen erreicht. Dort kommen die Waren ukrainischen Flüchtlingen zugute, die dort einen ersten Unterschlupf gefunden haben. Die dortige Feuerwehr sorgte für die Verteilung der Güter. Die Idee dazu hatte die in Breitenwang lebende Polin Paulina Salvo. Was anfangs als Warenlieferung gedacht war, die in einen Sprinter passt, füllte schließlich einen von Huter Transporte in Vils kostenlos zur Verfügung gestellten Sattelschlepper. Die Bevölkerung spendete gern, die Waren wurden in der Breitenwanger Kirche gesammelt und fleißige Hände machten daraus ein riesiges fahrendes Care-Paket. (co, hm)


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