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Meisterinnenpreis: Karriere in Tirol abseits von Klischees

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Freut sich über den Meisterinnen-Preis: Tamara Deuschle.
© Die Fotografen

Innsbruck – Zum gestrigen Internationalen Frauentag hat der Soroptimist Club Innsbruck in Kooperation mit der Tiroler Wirtschaftskammer zum dritten Mal einen speziellen Förder- und Anerkennungspreis für Meisterinnen vergeben. Die mit 1500 Euro dotierte Auszeichnung würdigt Frauen, die ihren Meisterinnen-Abschluss in einem männertypischen Beruf erlangt haben – und soll Anreiz für andere Frauen sein, ebenfalls derartige, bislang ungewöhnliche Ausbildungs- und Berufswege einzuschlagen. Die Jury hat die Tischlermeisterin Tamara Deuschle aus Innsbruck ausgewählt.

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Die 32-jährige Innsbruckerin hat nach einem Studium der Sportwissenschaften mit 26 Jahren noch einmal eine Lehre absolviert: Tischlerin bei der Tischlerei Schweigl in Stams. „Gleich im zweiten Lehrjahr wechselte ich in die Tischlereitechnik. So hatte ich einerseits die Möglichkeit, die Arbeiten im Büro zu erlernen, und war andererseits sowohl in der Werkstatt und Montage als auch in der Planung und Arbeitsvorbereitung tätig. So konnte ich Projekte vom ersten Strich aufs Papier bis zur Montage verfolgen“, erzählt Deuschle. Derzeit arbeitet die Naturliebhaberin im Tiroler Landestheater hinter der Bühne als Requisiteurin. Ihr großer Wunsch ist es, sich als Möbeltischlerin selbstständig zu machen.

Elisabeth De Felip-Jaud, Präsidentin des Soroptimist Clubs Innsbruck, erklärt, dass Deuschle eine wichtige gesellschaftliche Vorbildfunktion habe, weil sie Frauen Mut mache, Rollenbilder zu durchbrechen. Außerdem zeige ihr Beispiel, dass es nie zu spät ist, einen neuen Lebensweg einzuschlagen. (TT)

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