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Jagd auf die kleine Kugel: Fellers Rückkehr auf die „Märchenwiese“

Nach dem letztjährigen Doppel setzt sich Flachau heute (17.45/20.45 Uhr) unter Flutlicht in Szene. Feller will Kugel-Chance aufrechterhalten, Garmisch-Held Kristoffersen hat die besten Trümpfe in der Hand.

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Manuel Feller hielt vor einem Jahr dem Druck stand und feierte in Flachau den ersten von bislang zwei Weltcupsiegen.
© AFP/Klamar, APA/Gindl

Flachau – Wengen abgesagt, Kitzbühel abgesagt, stattdessen „zweimal Märchenwiese“, wie Manuel Feller angesichts der beschränkten Hangneigung in Flachau meinte. Das war im Vorjahr. Ein Ausspruch, der die Wogen hochgehen und den redseligen Fieberbrunner in den medialen Fokus rücken ließ – samt tonnenschwerer Last auf den Schultern. Feller hat dies später einmal so beschrieben: „Der erste Flachau-Slalom war das Rennen mit einer der höchsten Einschaltquoten. Warum? Weil mich 200.000 Leute auf die Fresse fliegen sehen wollten.“

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Der Rest des Ski-Märchens darf als bekannt vorausgesetzt werden. Also kehrt der inzwischen zweifache Familienvater gewissermaßen als Titelverteidiger zurück, wenn heute (17.45/20.45 Uhr) ein Nachtslalom angesetzt ist. So wie der spätere Weltmeister Sebastian Foss-Solevaag (NOR), der Teil zwei des letztjährigen Torlauf-Doppels für sich entschied.

Manuel Feller mit einer Märchen-Krone und einem Prinzen-Umhang.
© APA

Mann der Stunde ist freilich dessen Landsmann Henrik Kristoffersen. Nach seinem Doppelschlag zuletzt in Garmisch-Partenkirchen führt der 27-Jährige zwei Slaloms vor Schluss mit 49 Punkten Vorsprung die Disziplinenwertung an. Fellers Chancen auf seine erste Kristallkugel sind angesichts von 95 Zählern Rückstand bescheiden. Doch der Noch-Technik-Chefcoach und möglicherweise künftige Rennsportleiter Marco Pfeifer beschwört die Vergangenheit: „Als ich noch in Schweden Techniktrainer war, waren wir mit André Myhrer am Finaltag gegen Hirscher und Kostelic mit 80 und 60 Punkten hinten und haben doch noch die Kugel geholt.“

"Kugel noch nicht abschreiben"

Auch von der mentalen Seite hätte Feller nichts zu verlieren: „Manu braucht nicht großartig zu taktieren und kann sicher befreiter fahren als in Garmisch. Der Druck ist sicher nicht bei uns“, ist Pfeifer überzeugt. „Ich würde die Kugel noch nicht abschreiben. Ausfälle sind schnell passiert.“

Um seine Jungs bestmöglich vorzubereiten, wurde wie bereits im Vorjahr in Going trainiert – und wurden dort die mächtigen Wellen der Hermann-Maier-Piste in Flachau bestmöglich simuliert. Ein gutes Omen allemal. (m.i.)


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