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„gegenbilder“ in Imst: Vom Zustand der kaputten Welt

Jede Menge Stoff zum Nachdenken: Christine S. Prantauer zeigt „gegenbilder“ in Imst.

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Christine S. Prantauers Kunst soll Bewusstsein fördern für die ökologische­n Systeme unserer Welt.
© Hauser

Von Markus Hauser

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Imst – Für die aus Zams stammende Künstlerin Christine S. Prantauer ist die Kunst ein Garten großer Fülle, ein Kosmos unendlicher Vielfalt. Für sie ganz persönlich allerdings wird ein Bild, ein Objekt, ein Medium erst zur Kunst, wenn es sich mit gesellschaftspolitischen Inhalten auseinandersetzt, welche beim Betrachter eine Reaktion auslösen, die so etwas wie Haltung abverlangen.

Die Auseinandersetzung mit einer globalisierten Welt, in der die Gewinnmaximierung bei einhergehender Ausbeutung von Menschen und Ressourcen rücksichtslos verfolgt wird, ist das Thema der Stunde. Für Prantauer ist es das Thema zeit ihres künstlerischen Schaffens. In ihrer aktuellen Schau in der Städtischen Galerie Theodor von Hörmann Imst unter dem Titel „gegenbilder“ hat sie wahrlich jede Menge Stoff zum Nachdenken mitgebracht.

In ihren mittels digitaler Montagetechnik realisierten Arbeiten führt die Absolventin der Hochschule für angewandte Kunst in Wien dem Betrachter eine Welt vor Augen, die mit Blick auf unsere Umwelt wirtschaftliche, ökologische, und politische Fehlentwicklungen aufzeigt, deren Ergebnis die Klimaveränderung als größtes aller Probleme darstellt. Die perverse Welt der Finanzhaie, sich die Welt aufteilende „Global Players“, die rücksichtslose Rodung von Wäldern, oder „Lost Cargo“, das gebrochene Rückgrat der Frachtindustrie, sind ebenso Thema wie die Vermüllung des Weltraums.

In einer Serie von Buntstiftzeichnungen setzt Prantauer, Ikonen gleich, bedrohte Tierarten in Beziehung zu unseren heiß geliebten Haustieren. Kunst im öffentlichen Raum und die Bezugnahme auf den jeweiligen Ausstellungsort spielen seit jeher eine große Rolle im Schaffen von Prantauer. Ein Plakat in der Kramergasse 16 mit dem Titel „Lost cargo“ kommt diesem Ansinnen nach.

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Städtische Galerie Theodor von Hörmann. Stadtplatz 11, Imst; bis 23. April, Do-Sa 14–18 Uhr.


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