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Landecker AMS: „Frauen sind die großen Verliererinnen“

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Landeck – Das klingt noch harmlos: Bei 10.979 beschäftigten Frauen im Tourismusbezirk Landeck waren im Jänner 216 arbeitslos – 65 mehr als im Jänner 2020. Was eine Frauenarbeitslosenrate von rund zwei Prozent bedeutet.

Anlässlich des Frauentages am 8. März haben Cornelia Sumerauer, Gleichbehandlungsbeauftragte beim Landecker AMS, sowie AMS-Leiter Gerhard Kubin den regionalen Arbeitsmarkt genauer unter die Lupe genommen. „In unserem Bezirk, wo die Arbeitslosigkeit im April 2020 auf den Höchststand von 29,4 Prozent geklettert ist, zeigt sich eine große Abhängigkeit der Frauen vom Tourismus“, so das Fazit von Sumerauer. Die anschließenden Lockdown-Phasen hätten „die vorhandene Frauen-Benachteiligung weiter verschärft“. „Frauen sind die großen Verliererinnen am Arbeitsmarkt.“

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Experte Armin Erger von der AK Tirol bestätigte: „Im Bezirk Landeck sind 23,2 Prozent aller berufstätigen Frauen ganzjährig und in Vollzeit beschäftigt.“ Das bedeute den letzten Tabellenplatz, der Tirol-Schnitt liege bei 30,4 Prozent. Damit nicht genug: Im ersten Pandemiejahr haben die Landecker Frauen einen Einkommensverlust von fünf Prozent in Kauf nehmen müssen. Tirolweit sei der Einkommensverlust mit 0,1 Prozent deutlich geringer ausgefallen, so der AK-Experte.

„Dem AMS Landeck ist die prekäre Situation der Frauen bewusst“, hob Sumerauer hervor. Daher habe man voriges Jahr 67,9 Prozent des Förderbudgets für Frauen aufgewendet, etwa für Fortbildung und Qualifizierung. (hwe)


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