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Kehrtwende in Weer: Siedlungsprojekt ist vom Tisch

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Die Rodung und Bebauung von 3,5 Hektar im Archenwald ist vom Tisch. Ludwig Plangger (Bürgerinitiative) freut sich über diesen Erfolg.
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Von Angela Dähling

Weer – Kurz vor der Stichwahl die Kehrtwende in Weer. Bürgermeister Markus Zijerveld will das umstrittene Siedlungsprojekt „Archenwald“ aus dem Raumordnungskonzept wieder herausnehmen. „Vielleicht war ich zu überzeugt von unserem Konzept und habe die Bürgerinitiative Archenwald nicht ernst genug genommen. Aber wenn es die Bevölkerung nicht mitträgt, ist es nicht das Gelbe vom Ei“, sagt Zijerveld, dessen Liste fünf Mandate verlor und der Sonntag mit Johannes Irowec in der Stichwahl steht.

Der Entscheidung vorangegangen war ein Gespräch mit Ludwig Plangger, Sprecher der BI. „Es war ein sehr gutes Gespräch, weil wir dasselbe Ziel haben, nämlich leistbaren Wohnraum für die Weerer zu schaffen.“ Gemeinsam wolle man hier eine Lösung suchen und was Neues entwickeln. Und nicht gegen den Willen der Bevölkerung ein Projekt durchsetzen. Erfreut darüber ist natürlich Ludwig Plangger. Weer habe am Wahlsonntag für Veränderung gestimmt und klar aufgezeigt, dass der Kontakt zu den Menschen entscheidend ist. Es habe sich nun doch sehr deutlich gezeigt, dass die Anliegen der Bürgerinitiative Archenwald sowohl direkt als auch indirekt wesentlich zum Ergebnis der Wahlen beigetragen hätten. Mit Zijervelds Ansage, das Projekt aus dem Raumordnungskonzept herauszunehmen, sei eine solide Basis für einen Neustart gegeben.

BM Zijervelds Herausforderer Irowec ist Mitglied der Bürgerinitiative. Corona-bedingt kann er nicht zur Wahl gehen, hat aber per Briefwahl seine Stimme abgegeben. Irowec setzt bei leistbarem Wohnen auf Nachverdichtung im Ort. Eines der Ziele, nämlich eine Änderung der Politik, sei erreicht. Irowec:„Die Vertragserrichtung dauerte sechs Jahre. Man muss nun auch Verständnis für die Archenwald-Grundbesitzer erwirken.“


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