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Tiroler IV-Präsident Swarovski: „Industrie liefert den größten Beitrag“

Vor 75 Jahren wurde die Industriellenvereinigung Tirol gegründet. Die Zahlen haben sich vervielfacht.

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Tirols Industriellen-Präsident Christoph Swarovski.
© IV Tirol

Innsbruck – Am 13. März 1947 fand im Sitzungssaal der Wirtschaftskammer in Innsbruck die Gründungsversammlung der „Vereinigung Österreichischer Industrieller, Landesgruppe Tirol“ statt. Gewählt wurde ein Präsidium mit dem späteren LHStv. Josef Anton Mayr als ersten Präsidenten.

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Der Gründungsauftrag war der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen am Standort und damit auch die Absicherung der industriellen Arbeitsplätze im Land. Dies sei die wichtigste Aufgabe der Interessenvertretung geblieben, auch wenn sich das Umfeld über die Jahrzehnte laufend massiv verändert habe, sagt Industriellenvereinigungs-Präsident Christoph Swarovski. Er ist nach Josef Anton Mayr (1947 bis 1969), Fritz Heiß (1969 bis 1984), Martin Huter (1984 bis 1992), Arthur Thöni (1992 bis 2000), Heinrich Scherfler (2000 bis 2002), Oswald Mayr (2002 bis 2008) und Reinhard Schretter (2008 bis 2016) der achte IV-Präsident Tirols. Seine zweite vierjährige Amtsperiode (danach muss es wieder einen Wechsel geben) endet 2024.

„Die rasanten technischen Fortschritte, von der Fließbandarbeit hin zu hochautomatisierten Prozessen, der Entwicklung der Informationsgesellschaft hin zu Industrie 4.0, die Globalisierung der Märkte und zahlreiche Krisen haben nicht nur die Betriebe und ihre Mitarbeiter laufend gefordert, sondern auch ihre Interessenvertretung“, so Swarovski. Die Industrie hat einen wesentlichen Anteil an der erfolgreichen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Landes, die IV vertrete die Interessen der Branche „verantwortungsvoll, ausgewogen und parteiunabhängig“. Die Stärke beziehe man auch aus der Unabhängigkeit dank der freiwilligen Mitglieder und ihrer Beiträge.

Im IV-Gründungsjahr 1947 gab es in Tirol noch eine Inflation von unglaublichen 97 Prozent. Damals hatte die Industrie 18.000 Beschäftigte, heute sind es über 40.000 in über 400 Betrieben. Waren einst der Bergbau und die Textilindustrie dominant, gebe es heute eine breite Mischung von Betrieben der Bau-, der Nahrungs- und Genußmittelindustrie, der Energieproduktion, von Unternehmen mit Weltruf aus der Metall-, Glas- und der chemischen Industrie. Die (nicht wertbereinigte) Industrieproduktion Tirols stieg seit 1947 von 315 Mio. Schilling (23 Mio. Euro) auf heute über 11 Mrd. Euro, der Export explodierte von 6,9 Mio. auf 6,3 Mrd. Euro. „Mit 26 Prozent Anteil liefert die Tiroler Industrie, von der breiten Öffentlichkeit meist unterschätzt, den größten Beitrag zur Wertschöpfung in Tirol“, betont Swarovski. (TT)

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