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Pkw-Neuzulassungen in EU wegen Lieferkettenproblemen massiv gebremst

Chipmangel und andere Lieferkettenprobleme haben die Pkw-Neuzulassungen in der EU im Februar auf ein historisches Tief gedrückt. Experten erwarten keine Besserung.

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(Symbolfoto)
© APA/dpa-Zentralbild/Jan Woitas

Brüssel – In der EU sind im Februar deutlich weniger Pkw zugelassen worden als noch vor einem Jahr. Die Neuzulassungen sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,7 Prozent auf 719.465 Fahrzeuge, wie der Branchenverband ACEA am Donnerstag mitteilte. So wenige Autos seien noch nie in einem Februar verkauft worden. In Österreich waren die Neuwagenverkäufe mit einem Minus von 18,9 Prozent noch deutlich stärker als im EU-Schnitt rückläufig. Es gab nur 19.863 Neuzulassungen.

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Grund für die Absatzschwäche sind die anhaltenden Störungen in der Lieferkette, etwa bei Halbleitern. Im Vergleich zum Jänner, als das Minus 6 Prozent betrug, beschleunigte sich der Rückgang damit.

Lieferzeiten werden noch länger

„Seit Ende Februar hat sich die Situation nochmal massiv verschärft. Neue Engpässe bei wichtigen Zulieferprodukten führen zu Produktionsstillständen", sagte Peter Fuß vom Beratungsunternehmen EY. „Die Lieferfähigkeit der Autohersteller hat sich damit weiter erheblich verschlechtert."

Die Branche arbeite zwar mit Hochdruck daran, fehlende Bauelemente und Rohstoffe von bisherigen Lieferanten aus der Ukraine und Russland durch andere Bezugsquellen zu ersetzen oder die Produktion an anderen Standorten hochzufahren, doch das brauche Zeit, sagte Fuß. „Für die Kunden heißt das: Die Verfügbarkeit von Neuwagen wird sich weiter verschlechtern. Die Lieferzeiten werden noch länger. Die Preise gehen vermutlich weiter in die Höhe." Gleichzeitig sieht er das Risiko einer gedämpften Nachfrage durch steigende Inflation, sinkende Reallöhne und rekordhohe Spritpreise.

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Die vier wichtigsten Automärkte entwickelten sich im Februar unterschiedlich. Während Italien und Frankreich Rückgänge von 22,6 beziehungsweise 13 Prozent hinnehmen mussten, konnten Spanien und Deutschland um 6,6 und 3,2 Prozent zulegen.

Betroffenheit bei den Herstellern unterschiedlich

Auch bei den Herstellern fiel die Betroffenheit unterschiedlich aus. Die Volkswagen-Gruppe als Marktprimus lag mit 11,5 Prozent im Minus und kam auf 176.000 Neuzulassungen. Dahinter folgte der Stellantis-Konzern - zu dem etwa Peugeot, Fiat und Opel gehören - mit 151.000 Autos und einem Rückgang um 19,5 Prozent. Bei Mercedes-Benz (+1,5 Prozent) und der BMW-Gruppe (-1,5 Prozent) gab es nur wenig Bewegung.

In den ersten beiden Monaten des heurigen Jahres sanken die Neuzulassungen gegenüber der Vergleichsperiode 2021 um 6,4 Prozent auf 1,4 Millionen Fahrzeuge. Auch hier gingen die Registrierungen in Italien und Frankreich deutlich zurück, während sie in Spanien und Deutschland zulegten. In Österreich gab es im Zweimonatszeitraum einen Rückgang von 6,7 Prozent auf 31.722 Fahrzeuge - heuer im Jänner waren die Verkäufe noch gestiegen, im Februar dann scharf gebremst. (APA/dpa)


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