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Erdenschwere Schwerelosigkeit: Theater-Uraufführung im 7ieben&7iebzig

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Ines Stockner (links) und Tamara Burghart in „Im Zustand der Schwerelosigkeit“.
© Theater 7ieben&7iebzig

Innsbruck – „Im Zustand der Schwerelosigkeit“ heißt das Stück. Doch vom ersten Augenblick an ist klar: Hier geht es um Erdenschweres: Eine Frau wird von einer Notoperation zurück in ein Leben geholt, das sie eigentlich beenden wollte. Ihre Nachbarin soll vor den Behörden darüber Auskunft geben. Sie schweift ab, holt manchmal weit aus: Weil sie das, was sie aus der Nachbarwohnung gehört und dort gesehen hat, lieber vergessen möchte. Die Story ist so krude, dass sie wohl der Realität abgetrotzt wurde: Es geht um Weltflucht und Wahn, um Gewalt gegen sich und gegen andere.

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„Im Zustand der Schwerelosigkeit“ ist das neue Stück der deutschen Dramatikerin Rike Reiniger, die auch das viel gespielte Jugendstück „Name: Sophie Scholl“ verfasst hat. Am Samstagabend kam es im Innsbrucker Theater 7ieben&7iebzig zur Uraufführung. Julia Jenewein inszeniert es als steriles Gefühlsdrama. Salha Fraidls Bühne ist reduziert. Nichts soll von den Ausbrüchen ablenken. Die werden von Ines Stockner und Tamara Burghart mit großem Engagement und vielen kleinen Tricks gespielt. Es wird mit leerem Blick monologisiert, bedeutungsschwer geschwiegen, geschrieen und geweint: Eine Stunde Betroffenheitstheater – manchmal berührend, aber vornehmlich von der eigenen Bewegtheit bewegt. (jole)

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