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Die Rettungsgasse ist nach zehn Jahren „selbstverständlich“

Zu Beginn skeptisch beäugt, ist die Rettungsgasse zehn Jahre nach ihrer Einführung für die breite Mehrheit der Menschen in Österreich eine Selbstverständlichkeit. Eine neue Asfinag-Kampagne soll die hohe Akzeptanz weiter steigern.

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Die Zeitersparnis für Einsatzfahrzeuge wird auf etwa zwei Minuten geschätzt.
© ZOOM.TIROL

Wien – Zehn Jahre nach ihrer Einführung ist die Rettungsgasse bei den Lenkern und Lenkerinnen in Österreich inzwischen eine Selbstverständlichkeit. „Die Rettungsgasse hat sich bewährt und macht unsere Straßen sicherer“, sagte Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) angesichts des Jubiläums. Die Asfinag will mit einer neuen Kampagne die hohe Akzeptanz weiter steigern.

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Große Skepsis zu Beginn

Als die Rettungsgasse vor zehn Jahren gestartet ist, herrschte unter der Bevölkerung große Skepsis. „Auch bei mir“, räumte Gewessler ein. Inzwischen habe sich die Sicherheitsmaßnahme aber bewährt und funktioniere auch. „Die Rettungsgasse macht die Straße sicherer, nach einem Unfall zählt jede Sekunde“, so die Ministerin.

📽️ Video | Zehn Jahre Rettungsgasse

Die hohe Akzeptanz belegt auch eine IFES-Umfrage unter 950 Nutzerinnen und Nutzern der Autobahnen sowie 50 Fahrerinnen und Fahrern von Einsatzorganisationen im Auftrag der Asfinag. Für neun von zehn Lenkerinnen und Lenker ist die Bildung der Rettungsgasse zur „Selbstverständlichkeit“ geworden. Drei Viertel der Einsatzkräfte sagten, dass sie durch die Rettungsgasse schneller am Unfallort ankommen. Die Zeitersparnis wird auf etwa zwei Minuten geschätzt.

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Wissen ausbaufähig

Das Wissen, wie sie zu bilden ist, ist zwar gut, aber nach zehn Jahren immer noch oder wieder ausbaufähig. Immerhin 14 Prozent scheiterten bei der Frage, wie eine Rettungsgasse im Falle einer zweispurigen Fahrbahn zu bilden ist, und noch einmal so viele bei einer dreispurigen Fahrbahn. „Die Ergebnisse unserer aktuellen Umfrage belegen aber die hohe Identifikation der Österreicherinnen und Österreich mit der Rettungsgasse. Das Wichtigste ist, dass die Einsatzorganisationen schneller am Unfallort sind, als dies bei der Benutzung des Pannenstreifens der Fall war“, sagte Hartwig Hufnagl, Vorstand der Asfinag.

Infrastrukturministerin Leonore Gewessler (Grüne) und die ASFINAG-Vorstände Josef Fiala und Hartwig Hufnagl.
© ROLAND SCHLAGER

Um das Wissen um die Rettungsgasse aufzufrischen bzw. um Personen zu erreichen, die sich nicht an die Maßnahme halten, startet die Asfinag die Kampagne „Deine Lebensrettungsgasse“. Dabei wird mit emotionalen Botschaften ab April in Medien, auf Plakaten sowie auf Brückentransparenten auf die korrekte Bildung aufmerksam gemacht. „Solidarität mit Unfallopfern ist entscheidend, denn Unfallopfer können nicht warten. Das wollen wir mit unserer Kampagne erneut in Erinnerung rufen“, so Asfinag-Vorstand Josef Fiala.

Besonders unter Einsatzkräften war der Ruf nach einer neuerlichen Rettungsgassen-Auffrischung für Verkehrsteilnehmer laut. Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant Rotes Kreuz: „Wenn wir ein oder zwei Minuten schneller bei unseren Patientinnen und Patienten sind, dann klingt das nach nicht viel. Aber halten Sie einmal eine Minute lang die Luft an, dann wissen Sie, diese Minute kann entscheidend sein.“ (APA)

🚑 Rettungsgasse

Nähere Infos sowie ein Quiz zur Rettungsgasse finden Sie auf der Homepage der Asfinag


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