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Bilder in Wasser verwandelt: 1,2 Millionen Euro für Burkina Faso

Die Benefizauktion „Wasser zum Leben“ spülte bisher über 1,2 Millionen Euro in die Spendenkasse – und verbesserte das Leben vieler Menschen in Burkina Faso und Mali.

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Mit einem Brunnen im Dorf bleiben den Frauen die oft kilometerlangen Fußmärsche erspart.
© Caritas Tirol

Von Nikolaus Paumgartten

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Innsbruck – Es sind grüne Zonen mitten in der Wüstenlandschaft Westafrikas. Oasen in Burkina Faso und Mali, bei denen Menschen unterschiedlicher Religionen aus dem Dorf zusammenkommen und ihren Durst stillen. Brunnen, die aber auch der Bewässerung dienen und es den Bewohnern ermöglichen, Nahrungsmittel anzubauen. Wasserquellen, die das Leben der Menschen in einer oft lebensfeindlichen Gegend deutlich verbessern.

„Die ersten Brunnen entstanden dort in den späten 70er-Jahren“, erzählt Caritas-Direktorin Elisabeth Rathgeb. Seit damals ist die Caritas Tirol mit ihrer Auslandshilfe in Westafrika aktiv und bietet den Menschen Hilfe zur Selbsthilfe. Denn mit dem Bau eines Brunnens – dieser kostet zwischen 8000 und 12.000 Euro – ist es nicht getan. „Es sind umfassende Projekte, die wir in Mali und Burkina Faso umsetzen“, sagt Rathgeb. Diese beinhalten etwa Schulungen im Bereich der Landwirtschaft, wo es darum geht, die richtigen Pflanzen anzubauen und das kostbare Wasser des Brunnens bestmöglich und vor allem nachhaltig zu nutzen.

Dass überhaupt Zeit bleibt, ein Feld zu bestellen, sei oft erst einem Brunnen am Dorfrand zu verdanken – denn die langen Wege, zu den meist weit entfernten Wasserquellen, entfallen. „Wasser zu holen, ist für viele Frauen in der Region eine Tagesarbeit, wenn kein Brunnen in der Nähe ist“, erzählt die Caritas-Direktorin. Fußmärsche von bis zu zehn Kilometern zu einer Quelle seien keine Seltenheit.

Mit einer besonderen Spendenaktion anlässlich des 85. Geburtstags von Altbischof Reinhold Stecher und dem 15-Jahr-Jubiläum der damaligen Tilak (heute Tirol Kliniken) wurde 2006 die Initiative „Wasser zum Leben“ geboren. Dabei kamen erstmals Bilder von Bischof Stecher unter den Hammer. Mit dem Erlös sollten die Brunnenbau-Projekte der Caritas in Afrika unterstützt werden. „Bischof Stecher hatte immer einen speziellen Bezug zu Wasser. Seine Bilder in Wasser zu verwandeln, war für ihn die Faszination dabei“, erklärt Elisabeth Rathgeb, weshalb die Aktion keine einmalige blieb und fortgesetzt wurde.

Auch nach dem Tod Stechers im Jahr 2013 gab es jährlich regelmäßig unter dem Motto „Wasser zum Leben“ Bilderversteigerungen. Ermöglicht haben diese die Nachlassverwalter und Freunde von Bischof Stecher, Inge und Paul Ladurner, die die Bilder zur Verfügung stellten. „Bischof Reinhold Stecher war ein Beispiel für gelebten Glauben. Denn nur schöne Worte sagen – das war nicht seine Sache“, sagt Paul Ladurner. Als junger Soldat im Krieg habe Stecher den Wert von sauberem Trinkwasser schätzen gelernt, als er aus schmutzigen Lacken seinen Durst stillen musste. „Später, bei seinen Wanderungen in den Tiroler Bergen, ging er an keiner Quelle vorbei, ohne dankbar daraus zu trinken“, erzählt Ladurner, der für eine finale Versteigerung am 30. März die letzten verbliebenen Werke Stechers aus dem Archiv geholt und zur Verfügung gestellt hat – siehe Kasten unten.

Der Erlös geht auch diesmal wieder an die Brunnen-Projekte sowie an die Arche Tirol und die Don Bosco-Schwestern. Vier Bilder werden aus aktuellem Anlass zugunsten der Ukraine-Soforthilfe der Caritas versteigert, drei davon stellt der Bischof Stecher-Gedächtnisverein zur Verfügung.

Selbst wenn es die letzte Bilderversteigerung in dieser Form ist, werde der Bischof Stecher-Gedächtnisverein neue Wege finden, die Geldquelle für die Brunnenprojekte in Afrika nicht versiegen zu lassen, kündigt Paul Ladurner an. Insgesamt wurden in den vergangenen 15 Jahren rund 300 Stecher-Bilder für „Wasser zum Leben“ versteigert, der Erlös betrug dabei in Summe 1,2 Millionen Euro. Die erfolgreichste Auktion erzielte 2011 eine Rekordsumme von 150.000 Euro.

Wasser zum Leben – die Benefizauktion 2022

Wasser zum Leben: Anlässlich des 100. Geburtstages von Bischof Reinhold Stecher (†) findet am 30. März um 17.30 Uhr in der Hypo Tirol Bank (Innsbruck, Meraner Straße 8) ein letztes Mal eine Bilderversteigerung aus dem Nachlass Stechers statt.

Besichtigung: Die Werke können in der Hypo Tirol Bank (Montag bis Donnerstag, 8 bis 16 Uhr und Freitag, 8 bis 15 Uhr) besichtigt werden. Die Ausstellung endet mit der Auktion am 30. März.

Anmeldung: Wer eines der Bilder ersteigern will, kann sich bis 24. März unter empfang.caritas@dibk.at oder 0512/7270 anmelden.

Der Erlös fließt in Brunnen in Burkina Faso und Mali, in Projekte der Arche Tirol und der Don Bosco-Schwestern. Vier Bilder werden zugunsten der Ukraine-Soforthilfe der Caritas versteigert.


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