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Ex-ÖSV-Erfolgscoach Alex Pointner sagte den Polen ab

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Macht doch keinen Abgang Richtung Polen: Österreichs ehemaliger Springer-Chef Alexander Pointner.
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Innsbruck – Gereizt hätte Alexander Pointner die Aufgabe, als Skisprung-Cheftrainer nach Polen zu wechseln, ohne Zweifel: „Wir wären ein tolles eingespieltes Team gewesen“, spielte der 51-Jährige auf das von ihm eingeforderte Umfeld mit Ex-Springer Thomas Thurnbichler (zusätzlich Nachwuchskoordinator), Marc Noelke und Mathias Hafele (Forschung/Entwicklung) an.

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Doch nach einigen Treffen, in denen man sich Wertschätzung entgegengebracht und auf gemeinsame Ziele verständigt hatte, sagte der erfolgreichste Trainer der Skisprung-Historie dennoch am vergangenen Donnerstag ab: „Gescheitert ist es am Gesamtbudget. Aufgrund von fehlenden Förderungen hätten wir zu viele Abstriche vom Gesamtkonzept (Trainerausbildung, Digitalisierung, Nachwuchsarbeit, Damen) hinnehmen müssen. Bei dieser erweiterten Cheftrainerposition wären auch meine Managerqualitäten gefragt gewesen. Das reizte mich enorm. Ich bin mir sicher, dass es funktioniert hätte.“ Der Innsbrucker wollte in Polen „nicht nur Cheftrainer“ sein: „Mich reizte das Gesamte. Und ich bin mir sicher, dass das funktioniert hätte.“

Hintergrund: Die aktuelle Flüchtlingskrise (3 Mio. Ukrainer in Polen) schlug sich auch in den Budgetplanungen der öffentlichen Hand nieder. Pointner verabschiedet sich vom Projekt jedoch ohne negativen Beigeschmack, vielmehr schwingt Dankbarkeit mit: beim polnischen Vizepräsidenten Gumny Wojtek, dem Generalsekretär Winkiel Jasiek und seinen Trainerkollegen, „dass sie so begeistert hinter dem richtungsweisenden Projekt gestanden sind“.

In Österreich erhielt gestern Andreas Widhölzl, Trainer der heimischen Skisprung-Herren, Rückendeckung im Sinne einer Vertragsverlängerung. „Ich gehe davon aus“, antwortete ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober, als sie in „Tirol Live“ auf eine Fortführung der Arbeit des Tirolers angesprochen wurde. Unterstützung hatte davor schon Sportdirektor Mario Stecher geäußert.

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