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Thorsteinn Einarsson: Weil es schon funktioniert hat

Thorsteinn Einarsson schließt mit „Einarsson.“ seine erste Albumtrilogie ab.

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Thorsteinn Einarsson wurde 1996 in Island geboren. Heute lebt er in Gmunden. Er macht seit 2016 erfolgreich Musik.
© Brandstötter

Innsbruck – „Es braucht schon auch viel Blödsinn, damit am Ende eine wirklich gute Sache herauskommt“, gesteht Thorsteinn Einarsson heute. Und meint damit auch die rund 50 Songs, die für sein neues Album entstanden sind. Die „zehn Richtigen“ (O-Ton Einarsson) davon haben es schlussendlich auf die Platte geschafft. Darunter „Shackles“, eine schon jetzt erfolgreiche Auskoppelung. Morgen wird die LP „Einarsson.“ erscheinen. Mit einem Punkt im Titel. Der 26-Jährige mit isländischen Wurzeln schließt damit seine erste Albumtrilogie ab.

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Alles begann 2016 mit „1;“, dem Debüt des damals 20-Jährigen. Seine markante Stimme hatte bereits die Jury der ORF-Castingshow „Die große Chance“ überzeugt. Einarsson wurde 2014 Vierter. Sein Finalsong „Leya“ kletterte kurz danach die Charts hoch. Auf „1;“ folgte der Hit „Kryptonite“, der zu den bis heute meistgestreamten Singles des Musikers gehört.

Ihm dicht auf den Fersen ist nun „Shackles“, das Einarsson für sich als musikalischen Befreiungsschlag definiert. Bewusst hat er in dieser Platte mit einem komplett neuen Produzententeam gearbeitet, genoss neue Inputs und die Arbeit im Team, so heißt es.

Einfach war das natürlich nicht. „Einarsson.“ entstand in der Pandemie und auch während anhaltender Lockdowns, berichtet der Musiker im Gespräch. Enger Austausch im Studio war damals so gut wie unmöglich, erinnert sich Einarsson. Sämtliche Songs, die es schlussendlich auf die Platte schafften, wurden folglich in Videokonferenzen geschaffen. „Wir haben uns gegenseitig Passagen vorgespielt, Entwürfe geschickt“, erklärt der Musiker den Entstehungsprozess.

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Am Ende steht ein Album, das sich in Einarssons Klangwelt nahtlos einfügt, damit aber auch ziemlich erwartbar ist. Dabei ist der Opener „Nightlights“ noch einigermaßen mysteriös. Spätestens mit „Miracle“ aber hat der pompöse Pop übernommen, der heute dank Künstlern wie Tom Walker im Formatradio auf und ab läuft.

Dass Einarssons Stimme mehr als besonders ist, das wusste nicht nur die Jury von „Die große Chance“, das weiß auch das Produzententeam. In allen Songs übernimmt sie die Hauptrolle. Das wird beim augenzwinkernden „Suck At Life“ ebenso klar wie im gefühligen „Hurt Like Hell“. Fürs Grande Finale aka „Papercuts“ werden zur Unterstützung auch noch Piano und Streicher aufgefahren. Das wird funktionieren. Weil es schon funktioniert hat.

Einarsson fährt auf Kurs. Abweichungen unerwünscht. Die Anfrage, zum Song Contest anzutreten, hat er etwa bereits zweimal abgelehnt. Dafür tritt er jetzt seine erste Headliner-Tour durch Österreich an. Mit Kollege und Tiroler Nathan Trent macht er in Schwaz Halt, wo beide ihr jeweils neues Album präsentieren werden. (bunt)

Pop

Thorsteinn Einarsson: Einarsson. Sony Music. Sony Music. Live: 29. April, 20 Uhr, SZentrum.


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